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1. Dezember 2009, 20:30
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Dubai-Fonds: Millionen in den Wüstensand gesetzt

Während die Zahlungsprobleme der hoch verschuldeten Staatsholding Dubai World die globalen Finanzmärkte in Atem halten, sorgen sich Anleger geschlossener Fonds in Deutschland um ihre Investments. Es sieht nicht gut aus.

Dubaieins in Dubai-Fonds: Millionen in den Wüstensand gesetzt

Text: Hannes Breustedt

Die Dubai-Blase ist geplatzt – Investoren wollen raus aus dem “Übermorgenland” – besser gestern als heute. Auch Initiatoren geschlossener Fonds haben ihr Glück im Emirat gesucht. Vor allem Novizen im Markt zogen mit Anlegergeld in die Wüste, um vom Boom zu profitieren. Nun scheint bei einigen der Worst Case zum Greifen nahe. Totalverluste drohen.

ACI: „Vorerst keine Ausschüttungen!“

„Bekanntlich hat die weltweite Finanz- und Immobilienkrise längst auch Dubai erreicht. Dort ist der Immobilienmarkt seit Anfang 2009 so gut wie zum Erliegen gekommen“, teilt der Initiator Alternative Capital Investments, kurz ACI, Investoren seines jüngsten Fonds ACI VII aktuell mit. Im Rundschreiben wird zumindest nicht um den heißen Brei getextet. Es trägt die Überschrift: „Vorerst keine Ausschüttungen!“

Die Gütersloher definieren sich als Marktführer unter den Dubai-Fonds-Anbietern. Sie haben bereits sieben Beteiligungen platziert und – in diesem Segment alles andere als gewöhnlich – sogar schon mal einen Fonds prospektgemäß ins Ziel gebracht. Das ist mittlerweile zwei Jahre her. Im Dezember 2007 wurde der erste ACI-Fonds aufgelöst. Anleger machten in drei Jahren fast 50 Prozent Gewinn – das Märchen von den Traumrenditen aus Tausendundeiner Nacht war geboren.

Brandbriefe statt Tower Branding

Doch die Zeit der guten Nachrichten ist für das Unternehmen mit der aufregenden Marketingstrategie lange vorbei. Während früher die Werbeträger Boris Becker, Niki Lauda und Michael Schumacher von den Hochglanzprospekten schauten, schauen heute die Anleger in die Röhre.

Statt „Tower Branding“ gibt es Brandbriefe von Investoren und Anwälten. Die Kanzlei Göddecke aus Siegburg vertritt ACI-Anleger und prüft Schadensersatzansprüche. „Der Sanierungsbedarf von ACI-Fonds ist seit Monaten offensichtlich. Doch vom Management können die Anleger offenbar keine Hilfe erwarten“, schimpft Rechtsanwalt Hartmut Göddecke.

Seite 2: Was sagt ACI zu den Vorwürfen?

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6 Kommentare

  1. Gier frist Hirn! Wer glaubt, ohne deutlichen Risikoaufschlag 15-20% p.a. erwirschaften zu können, was ich bereits als zocken betrachte, muss verrückt sein. Ein Immobilienfonds in Deutschland, offen oder geschlossen, bringt 5-6% p.a. Bei einem risikolosen Zins von 1% und ist die Marktrendite von 4-5% doch ein ordentliches Ergebnis. Ertrag über der Inflation, alles gut. Warum glaubt nur jeder, die Märkte funktionieren im Ausland (Dubai, Indien, China) anders und besser??? Es darf sich aus meiner Sicht niemand beschweren. Denn es gilt: Kaufe nicht, was du nicht verstehst.

    Kommentar von Stefan Prüß — 8. April 2011 @ 09:46

  2. Aktuell gibt es für keinerlei Dubai Direkt Fonds eine Bilanz und alle Beteiligten halten sich in Schweigen

    Kommentar von Harry Mitzkewitsch — 27. Januar 2010 @ 17:44

  3. … übrigens hat Anwalt Hartmut Göddecke, der berühmte Anlegerschützer, der jetzt auf Seiten der ACI-Anleger steht, quickfunds bei ihren dubiosen Geschäften beraten. Angeblich hatte Göddecke keine Einwände, einfach von DDF-Fonds 1 an DDF-Fonds 2 zu “flippen”!

    Kommentar von Günter Goebel — 3. Dezember 2009 @ 18:04

  4. Ich bin selbst am Dubai Direkt Fonds der quickfunds GmbH beteiligt – dieser Fonds und die Initiatorin quickfunds haben sich als die reine Katastrophe herausgestellt! Erst verkaufen – flippen – die alle Verträge von Fonds 1 an den Folgefonds 2 (Schneeball), dann stellt sich heraus, dass die quickfunds-Leute 165 Verträge falsch im Namen des ersten Fonds unterschrieben haben, die eigentlich vom zweiten Fonds gekauft werden sollten, dann verschieben die Gelder zwischen ihren drei Fonds hin und her, ganz nach Belieben, und nun sind sie natürlich Pleite, weil es sich ausgeflippt hat! Und was machen die: holen sich das Geld von den Anlegern des ersten Fonds zurück, um damit die anderen Fonds noch ein paar Wochen über Wasser zu halten! – Natürlich alles, ohne dass etwas von “Flippen” in den Prospekten steht – dort steht nur, dass Wohnungen gekauft und fertig gebaut werden, nichts von flippen. – Zum Glück gibt es eine transparente Website über diesen Fall: http://www.iwus.de.

    Kommentar von Günter Goebel — 3. Dezember 2009 @ 18:01

  5. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von KWAG, Cash.-Magazin erwähnt. Cash.-Magazin sagte: Dubai-Fonds: "Totalverluste wahrscheinlicher als Erholung" – KWAG-Anwalt Jens-Peter Gieschen im cash-online-Interview http://bit.ly/50bnXB […]

    Pingback von Tweets die Dubai-Fonds: Millionen in den Wüstensand gesetzt - Cash. Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen erwähnt -- Topsy.com — 2. Dezember 2009 @ 13:04

  6. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Dubai_de, Cash.-Magazin erwähnt. Cash.-Magazin sagte: Dubai-Fonds: Millionen in den Wüstensand gesetzt http://bit.ly/85wH22 […]

    Pingback von Tweets die Geschlossene Dubai-Fonds: Millionen in den Sand gesetzt - Cash. Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen erwähnt -- Topsy.com — 2. Dezember 2009 @ 03:20

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