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31. August 2009, 00:00
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HCI stellt Sanierungskonzept vor und meldet Quartalszahlen

Das börsennotierte Emissionshaus HCI Capital AG, Hamburg, hat mit den bedeutendsten Gläubigerbanken und den Hauptaktionären Vereinbarungen getroffen, die den Initiatorvon den bedeutendsten Eventualverbindlichkeiten freistellt und die Liquiditätslage der Unternehmensgruppe stärkt. Ob das Konzept so umgesetzt werden kann, hängt von der Zustimmung weiterer Kreditinstitute ab, die zu den Gläubigern zählen. Daneben hat HCI jetzt die Geschäftszahlen zum zweiten Quartal veröffentlicht und eigenen Angaben zufolge rund 43 Millionen Eigenkapital platziert.

Das Restrukturierungskonzept, dem die Hauptgläubigerbanken HSH Nordbank und Commerzbank, sowie die Hauptgesellschafter MPC Capital und die Döhle Gruppe bereits zugestimmt hätten, besteht aus mehreren Stufen: Es zielt auf ein unwiderrufliches Moratorium, das die Inanspruchnahme aus Eventualverbindlichkeiten bis 30. Juni 2013 regelt. Gleichzeitig solle eine stufenweise vollständige Enthaftung von der überwiegenden Mehrzahl der bestehenden Eventualverbindlichkeiten bis 28. Februar 2010 erfolgen.

Nach Abschluss dieser Enthaftung sei eine Barkapitalerhöhung in Höhe von 22 Millionen Euro geplant. Diese werde seitens der MPC Capital AG und der Döhle Gruppe abgesichert, soweit die übrigen Aktionäre ihr Bezugsrecht nicht wahrnehmen.Ferner sollten die Banken eine Forderung gegen die HCI Capital AG in Form eines noch näher zu verhandelnden Besserungsscheins in Höhe von 12,5 Millionen Euro erhalten.Um die Liquiditätslage des Initiators kurzfristig zu sichern, sei eine Stundung von Darlehensforderungen seitens mehrerer Kreditinstitute in Höhe von insgesamt rund 36 Millionen Euro zuzüglich Zinsen bis zum 30. September2010 vereinbart worden. Die Konzernführung plant eigenen Angaben zufolge die gestundeten Verbindlichkeiten in Eigenkapitaloder eine langfristige Finanzierung umzuwandeln, um den Cash Flow derHCI Gruppe zu schonen.

Leichte Erholungstendenzen im Platzierungsverlauf

Für das zweite Quartal 2009 meldet der Initiator ein Platzierungsergebnis in Höhe von rund 43 Millionen Euro, nachdem in den drei Monaten zuvor lediglich 30,1 Millionen Euro bei den Anlegern eingesammelt werden konnten. Im ersten Halbjahr 2008 konnten die Hanseaten noch 340,5 Millionen Euro einwerben. Das in den ersten sechs Monaten dieses Jahres erreichte Ergebnis in Höhe von 73,1 Millionen Euro verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Marktsegmente: 48,2 Millionen Euro des platzierten Eigenkapitals entfielen auf die Produktsparte Schiffe – 29,6 Millionen Euro auf klassische Schiffsfonds, 10,7 Millionen Euro auf Vermögensaufbaupläneund 7,9 Millionen auf die angebotenen Garantieprodukte. Demgegenüber sackte die Immobiliensparte binnen Jahresfrist von mehr als 80,1 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2008 auf rund eine Million Euro platzierten Kapitals ab. (af)

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