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19. August 2009, 00:00
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Investitionszurückhaltung im Private-Equity-Markt hält an

Der deutsche Private-Equity-Markt leidet weiter unter der Finanz- und Wirtschaftskrise: Mit 280 Millionen Euro blieben die Investitionen im zweiten Quartal fast 90 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres und nahmen selbst gegenüber dem bescheidenen Ergebnis von 323 Millionen Euro aus dem Auftaktquartal abermals ab, wie die aktuelle Statistik des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zeigt.

Buy-out-Investitionen steigen auf niedrigem Niveau

Mit einem Investitionsrückgang von 151 auf 103 Millionen Euro kämpften die unter dem Überbegriff Venture Capital kategorisierten Finanzierungsstufen Seed, Start-up und Later Stage. Vor allem die Frühphasen-Investitionen (Seed- und Start-up) hatten sich in der ersten Berichtsperiode laut BVK noch vergleichsweise robust gezeigt.

Auch bei den Wachstumsfinanzierungen (Growth) war der Trend im zweiten Quartal rückläufig, die Investitionen fielen von 77 auf 50 Millionen Euro. Dagegen legten die Buy-Out-Investitionen auf niedrigem Niveau marginal zu. Nachdem sie im ersten Quartal noch eingebrochen waren, stiegen sie im zweiten leicht von 72 auf 82 Millionen Euro.

Kaum Impulse von ausländischen Anlegern

Indessen sank die Zahl der finanzierten Unternehmen moderat von 310 auf 298. Im entsprechenden Vorjahresquartal wurden noch 490 Unternehmen finanziert. Wie bereits im ersten Quartal haben deutsche Beteiligungsgesellschaften mehr im Ausland investiert (107 Millionen Euro) als ausländische Gesellschaften im Gegenzug in Deutschland (94 Millionen Euro).

Auf Halbjahresbasis beträgt das Investitionsvolumen im deutschen Private-Equity-Markt 602 Millionen Euro, nach rund vier Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Venture-Capital-Investitionen halbierten sich annähernd auf 255 Millionen Euro, Wachstumsfinanzierungen sanken von 615 auf 127 Millionen Euro und Buy-Out-Investitionen schmolzen von 2,8 Milliarden auf 155 Millionen Euro zusammen.

Obwohl der BVK für das zweite Halbjahr von einem Anstieg der Investitionen ausgeht, glaubt der Verband nicht an eine umfassende Markterholung noch in diesem Jahr. (hb)

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