Selfmade Capital bietet Beteiligung an Biodiesel-Raffinerie in den VAE

Das Emirat Abu Dhabi versucht sich seit Jahren vom Ölgeschäft abzukoppeln, neue Geschäftsfelder zu erschließen und den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Bis zum Jahr 2016 will der Öko-Zwergstaat die Arbeiten an dem Umweltprojekt ‚Masdar City’ abschließen und rund 22 Milliarden US-Dollar in die erste Stadt der Welt investieren, in der kein klimaschädliches Kohlendioxid erzeugt wird. Anleger des Emirates V aus dem Münchener Emissionshaus Selfmade Capital Management können ab Januar 2010 in eine Raffinerie investieren, die altes Pflanzenöl von Gastronomiebetrieben in schadstoffarmen Biodiesel umwandelt.

Anleger des Emirates V investieren in eine Biodiesel-Anlage in Abu Dhabi.
Anleger des Emirates V investieren in eine Biodiesel-Anlage in Abu Dhabi.

Das Beteiligungskonzept sieht vor, zehn Millionen Euro bei den Anlegern einzusammeln und abzüglich der Fondskosten in Genussrechte der Gesellschaft Middle East Ventures Future Energy Ltd. mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zu investieren. Wie der Initiator mitteilt, hat sich das Unternehmen bereits eine Beteiligung an der Raffinerie EmBio gesichert, die rund 4.000 Tonnen Biodiesel jährlich produzieren möchte und damit zu einer der größten Anlagen weltweit gehört und die größte in der Region ist. Die Betreiber machen sich dabei den Umstand zu nutze, dass Restaurants, Hotels und Lebensmittel verarbeitende Betrieb in den VAE gesetzlich verpflichtet sind, gebrauchtes Pflanzenöl ordnungsgemäß zu entsorgen und holen den Rohstoff vor Ort ab. Entsprechende Liefervereinbarungen seien bereits über einen Zeitraum geschlossen, der die Fondslaufzeit übersteigt, ferner unterstütze die Internationale Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) das Projekt, so Selfmade Capital.

Neben dem Engagement weiterer institutioneller Investoren sei das Investitionsvorhaben durch eine strukturierte Anleihe einer Behörde der Regierung von Abu Dhabi abgesichert, die den Investoren ihr eingesetztes Kapital zurückerstatte, falls das Projekt „nicht den gewünschten Erfolg bringt“.

Anleger können den Fonds Emirates V ab einem Betrag von 15.000 Euro zeichnen, das Agio in Höhe von fünf Prozent entfällt, falls die Beteiligung über die dem Emissionshaus nahe stehende Vertriebsgesellschaft dima.24 erfolgt. Aufgrund des zwischengeschalteten Genussrechts sei es möglich, trotz des Ende 2008 ausgelaufenen Doppelbesteuerungsabkommens, die Gewinne in den VAE steuerfrei zu vereinnahmen. Aufgrund der vermögensverwaltenden Struktur des Fonds unterliegen die Einkünfte hierzulande der Abgeltungssteuer. Über die geplante Laufzeit des Beteiligungsangebotes bis Ende 2017 stellt der Initiator einen jährlichen Netto-Vermögenszuwachs von 17,5 Prozent der Einlage in Aussicht. Die Beteiligung ist erstmals zum Silvestertag 2014 kündbar. (af)

Foto: Selmade Capital Management

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