11. August 2009, 00:00
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VGF-Platzierungsstatistik zeigt dramatischen Einbruch

Das Platzierungsvolumen der im VGF Verband Geschlossene Fonds zusammengeschlossenen Initiatoren ist im ersten Halbjahr deutlich geschrumpft.

41 der insgesamt 44 Mitgliedsunternehmen meldeten ihre Ergebnisse und brachten es in den ersten sechs Monaten 2009 auf 1,5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2008 schaffte es die Branche noch 3,1 Milliarden Euro bei Anlegern einzuwerben – mehr als doppelt soviel.

Auch im zweiten Quartal ging es weiter abwärts

Der Trend ist den Erhebungen zufolge weiter rückläufig: Wurden im Auftaktquartal immerhin noch 834,6 Millionen Euro eingesammelt, so waren es zwischen Anfang April und Ende Juni nur noch 673,4 Millionen Euro.

Vergleichsweise stabil zeigte sich von den traditionellen Assetklassen im Jahresvergleich einzig das Segment der geschlossenen Immobilienfonds. Allerdings mussten auch dort mit einem Rückgang von 1,1 Milliarden auf 901,5 Millionen Euro Abstriche gemacht werden. Zudem hat es im zweiten Quartal einen regelrechten Einbruch um 34,5 Prozent auf 356,9 Millionen Euro gegeben.

Private-Equity-Fonds tragen die rote Laterne

Schiffsfonds platzierten in der ersten Jahreshälfte 160,3 Millionen Euro und büßten damit deutlich gegenüber dem Vorjahr (913,2 Millionen Euro) ein. So richtig unter die Räder gekommen sind Private-Equity-Fonds mit einem Rückgang von 250,7 auf magere 16,9 Millionen Euro binnen Jahresfrist.

Nicht viel besser sieht es bei den Lebensversicherungsfonds aus, ihre Zuflüsse verringerten sich im Betrachtungszeitraum von 144,5 auf 27,4 Millionen Euro. Auch die im vergangenen Jahr hoffnungsvoll gestarteten Flugzeugfonds hat es kalt erwischt, sie verbuchten in 2009 bis Ende Juni 11,9 Millionen Euro und damit auf Jahressicht ein Minus von 66,8 Prozent.

Die einzigen Gewinner waren Energiefonds. Sie legten in den vergangenen zwölf Monaten von 49,6 auf 101,4 Millionen Euro zu.

Branchenverband übt sich in Optimismus

Obwohl sich die Platzierungsergebnisse im zweiten Quartal entgegen den Erwartungen weiter verschlechtert haben, hält der VGF eine Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte für möglich. Diese Einschätzung begründet der Verband mit einem Wandel der Anlagebedürfnisse nach der Finanzkrise.

Aufgrund der Vorlaufzeiten für neue Fondsprodukte würden die neuen Produkte erst jetzt in den Vertrieb gehen. (hb)

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