Flugzeugfonds setzen zu neuen Höhenflügen an

Lufthansa nutzt bereits drei Maschinen dieses Typs und hat zwölf weitere bestellt. Dubais Fluggesellschaft Emirates hat demgegenüber dreizehn der Superjumbos in Betrieb und 77 weitere bestellt, die bis Ende 2015 abgeliefert werden sollen. Insgesamt stehen derzeit 234 Flaggschiffe von 17 verschiedenen Auftraggebern im Orderbuch von Airbus.

Zwei davon hat Doric allein finanziert, einen weiteren in einer Kooperation mit dem Hamburger Emissionshaus Hansa Treuhand, der seit Ende Oktober 2010 ausplatziert wurde. Das Nachfolgeprodukt Sky Cloud II ist bereits auf dem Markt. Das Flugzeug verfügt über eine Drei-Klassen-Konfiguration, die Emirates für alle A380-Maschinen bestellt hat und 489 Passagieren Platz bietet. Die Fluggesellschaft hat den Riesenflieger in den vergangenen eineinhalb Jahren zwischen Dubai und Sydney eingesetzt.

„Aufgrund unserer langjährigen Geschäftsbeziehungen konnten wir die Maschine für lediglich 182 Millionen US-Dollar erwerben. Wir wollten mit Hansa Treuhand den Anlegern ein Nachfolgeprodukt anbieten können, nachdem der Sky Cloud I ausplatziert ist“, sagt Doric-Geschäftsführer Matthias Böhm.  Dabei haben die Fondskonzeptionäre beider Häuser ein neues Modell erarbeitet, statt  die vorherige Offerte einfach zu kopieren.

Sönke Fanslow
Sönke Fanslow

Beispielsweise wurde die Investitionsquote auf 95 Prozent gesteigert, allerdings auch ein höheres Darlehen aufgenommen. „Obgleich der Fremdkapitalanteil auf knapp 69 Prozent gestiegen ist, erlaubt es die Fondskonzeption, das Darlehen innerhalb von zwölf Jahren zu tilgen. Das schaffen wir, unabhängig davon, ob Emirates nach Ablauf des Erstleasingzeitraums die dreijährige Verlängerungsoption zieht oder nicht“, erläutert Sönke Fanslow, Vorstand des Initiators Hansa Treuhand. Dessen Hausbank Nord LB hat die Konsortialführerschaft auf Seiten der Fremdkapitalgeber übernommen.

Dass die Erstleasingvereinbarung bereits nach neun Jahren ausläuft, ist dem Alter des Flugzeugs und dem deutschen Leasingerlass geschuldet. Sollte Emirates danach die erste Verlängerungsoption nicht ziehen, wird eine sogenannte „Walk-away-penalty“ fällig. Die Airline muss die Leasingraten für den Zeitraum dennoch leisten.  Wirtschaftlich gesehen hat die Fondsgesellschaft damit eine Einnahmesicherheit für zwölf Jahre.

„Im Anschluss hat die Airline die Möglichkeit, die Maschine für zwei weitere Jahre zu nutzen, sodass wir von einer Gesamtlaufzeit des Beteiligungsangebots von lediglich vierzehn Jahren ausgehen. Damit haben wir den Wünschen der Anleger und unserer Vertriebspartner entsprochen“, so Fanslow.

Aus dem geschnürten Paket sollen die Kommanditisten des Sky Cloud II mit jährlichen Ausschüttungen in Höhe von 8,25 Prozent der Einlage rechnen können. Den Gesamtmittelrückfluss beziffern Hansa Treuhand und Doric – den Leverage-Effekten und der zügigen Entschuldung sei Dank – auf 270 Prozent.

Seite 3: Wettbewerber bereit zum Abheben

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