Freie Vertriebe beraten besser als Banken

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) geht scheinbar davon aus, dass freie Vertriebe ihre Kunden zu geschlossenen Fonds schlechter beraten als Bankvertriebe. Nur so lässt sich erklären, weshalb freie Fondsvermittler durch das geplante Anlegerschutzverbesserungsgesetz deutlich stärker belastet werden sollen. Dabei verhält es sich tatsächlich andersherum.

Gastkommentar: Gerald Feig, Flex Fonds Capital

Gerald Feig, Flex Fonds Capital
Gerald Feig, Flex Fonds Capital

Dass freie Vertriebe besser beraten als Bankberater, legen aktuelle Studien und Umfragen nahe: Stiftung Warentest ist beispielsweise vor kurzem zu dem Urteil gelangt, dass die Beratung in Deutschlands Banken auf einem „jämmerlichem Niveau“ ist. Sechs Banken erhielten die Schulnote „mangelhaft“, keine Bank schnitt mit „gut“ oder „sehr gut“ ab.

Auch Umfragen, die von Banken selbst initiiert werden, führen zu erstaunlichen Ergebnissen: Eine im Auftrag der ING-Diba durch TNS infratest im Mai dieses Jahres durchgeführte repräsentative Befragung von 2.500 Bankkunden in Deutschland zeigt, dass das Vertrauen in die Beratungsqualität der Banken und Sparkassen bei 74 Prozent der Befragten gesunken ist. 40 Prozent der befragten Bankkunden sind überzeugt, dass bei der Anlageberatung die Interessen der Bank im Vordergrund stehen.

Zwar gibt es auch bei den freien Vertrieben Beispiele, wo fragwürdige Fonds verkauft oder Anleger nicht ihrem Risikoprofil entsprechend beraten wurden. Dennoch sprechen starke Argumente für den freien Vertrieb.

Seite 2: Drei Gründe, die für den freien Vertrieb sprechen

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