8. Juli 2010, 10:58
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hansa Treuhand verzichtet auf angekündigten Sanierungsfonds

Das Hamburger Emissionshaus Hansa Treuhand wird nun doch nicht den für Spätsommer angekündigten Sanierungsfonds „HT-Schiff Invest plus“ auf den Markt bringen. Die positive Entwicklung der Chartermärkte für Containerschiffe und die Anlegerbeteiligung an hauseigenen Fortführungskonzepten machten  den Fonds verzichtbar, so der Initiator.

S Nke Fanslow2-125x150 in Hansa Treuhand verzichtet auf angekündigten Sanierungsfonds

Sönke Fanslow, Hansa Treuhand

Hauptgrund für den Rückzieher sei die positive Marktentwicklung in denvergangenen sechs Monaten:  Zum einen sei der Charterratenindex um gut 80 Prozent gestiegen, andererseits habe sich im gleichen Zeitraum die Zahl der aufliegenden Containerschiffe weiter reduziert. Wie Hansa Treuhand mitteilt, sei sie von 580 Schiffen im Dezember 2009 auf 230 Mitte Juni 2010 gesunken. Da alle bisherigen Betriebsfortführungskonzepte des Hamburger Initiators von den Gesellschaftern mehrheitlich unterstützt würden und das Angebot an frischem Kapital den Bedarf seitens Hansa Treuhand sogar überstiegen, nehmen die Hanseaten Abstand von dem Fondsvorhaben.  Es sah vor, 20 Millionen Euro Eigenkapital in Schiffsbeteiligungen zu investieren, bei denen ein Betriebsfortführungskonzept mit Kapitalerhöhung zu Vorzugskonditionen geplant war.

Erstmals seit Beginn der Finanzkrise im September 2008 musste Hansa Treuhand im laufenden Jahr 2010 Betriebsfortführungskonzepte für zehn Schiffsfonds entwickeln. Diese sehen eine Eigenkapitalverstärkung durch die Gesellschafter vor, weil im Vergleich zu früheren Schifffahrtskrisen den Banken heute weitestgehend die Möglichkeiten zu Kreditaufstockungen fehlten. Da die Konzepte von den Gesellschaftern der jeweiligen Schiffe mit großer Mehrheit beschlossen worden wären, sei ein Sanierungsfonds nicht nötig.

„Die Betriebsfortführungskonzepte für unsere hauseigenen Fonds stehen auf sicheren Beinen. Die Chartermärkte haben in den letzten Wochen noch einmal deutlichen Aufwind bekommen, was das Vertrauen der Anleger in ihre Schiffsbeteiligung gestärkt hat. Es geht weiter aufwärts. Wir halten das Ende der Schnäppchenzeit – so es sie überhaupt gab – für gekommen“, erklärt Vorstand Sönke Fanslow. (af)

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...

Immobilien

USA: Baubeginne und Genehmigungen legen wieder zu

Der US-Immobilienmarkt hat sich nach einem leichten Dämpfer wieder besser entwickelt. Nach einem Rückgang im August erhöhten sich im September sowohl die Baubeginne als auch die Baugenehmigungen wieder. 

mehr ...

Investmentfonds

Brexit und Corona: Märkte in USA, Europa und UK mit unterschiedlichen Vorzeichen

Chris Iggo, CIO Core Investments, richtet seinen Blick auf die Märkte und sieht unterschiedliche Vorzeichen für Amerika, Europa und Großbritannien

mehr ...

Berater

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Klage gegen EY auf 195 Millionen Euro Schadensersatz

Der Insolvenzverwalter der Maple Bank hat die Wirtschaftsprüfer von EY wegen angeblich falscher Beratung bei den umstrittenen “Cum-Ex”-Geschäften zu Lasten der Staatskasse auf 195 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.

mehr ...