HGA löst London-Immobilienfonds vorzeitig auf

HGA Capital, das Emissionshaus der HSH Nordbank, hat seinen geschlossenen Immobilienfonds „England I“ etwa sieben Jahre vor Ende der prospektierten Laufzeit aufgelöst. Die im Londoner Stadtteil West End gelegene Fondsimmobilie „St. George House“ wurde nach Angaben des Unternehmens für 17,55 Millionen Britische Pfund verkauft.

sanduhr geld vorzeitigHGA beziffert den Gesamtmittelrückfluss unter Berücksichtigung der seit Fondsstart 1997 erfolgten Ausschüttungen auf 218,4 Prozent bezogen auf das gezeichnete Kommanditkapital. Für Anleger, die im ersten Jahr beigetreten sind, belaufe sich der Gesamtüberschuss (Gesamtmittelrückfluss abzüglich Kommanditkapital, inklusive Agio) auf 103 Prozent.

„Wir haben uns zur vorzeitigen Veräußerung im Sinne unserer Anleger entschlossen, weil wir heute bereits absehen können, dass durch die Beendigung des Mietvertrages mit dem alleinigen Mieter Burson Marsteller die Auszahlungen des Fonds bis mindestens 2013 gefährdet gewesen wären“, erläutert Axel Kiel, Geschäftsführer der HGA Capital.

Der Vertrag mit Burson Marsteller läuft Ende Juni 2011 aus. Inklusive Umbau und Incentives für neue Mitarbeiter hätte HGA nach eigenen Angaben mit einem Mietausfall von mindestens 25 Monaten rechnen müssen. Zudem sei abzusehen gewesen, dass sich die prognostizierten Mieten angesichts der Marktlage auf längere Sicht nicht erzielen ließen.

Der Verkaufspreis für die Fondsimmobilie liegt 30 Prozent über dem seiner Zeit gezahlten Kaufpreis von 13,50 Millionen Britischen Pfund. (hb)

Foto: Shutterstock

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