MPC/HCI präsentieren Rettungsplan für Ölplattform-Fonds

„Wir wollen einen Anreiz für eine schnelle Fertigstellung schaffen“, sagte MPC-Vorstand Alexander Betz der FTD. „Ein Rechtsstreit hätte den Bau wohl weiter verzögert, und jeder Tag, an dem die Plattform kein Geld verdient, wäre verschenkt.“

Die Plattform soll nun im Dezember geliefert werden. Doch die Verspätung kostet inklusive Zinsen, Kosten für Anwälte, Strafzahlungen und Bankgebühren voraussichtlich mehr als 90 Millionen US-Dollar. Um das Geld aufzutreiben, soll eine Investmentbank nun per Anleihe 100 Millionen Euro bei Profi-Investoren platzieren. Die Zinsen sollen bei zwölf Prozent pro Jahr liegen. Die etwa 5.500 Fondszeichner müssen deshalb voraussichtlich acht Jahre auf die ersten Ausschüttungen warten.

Um ihr Rettungskonzept umzusetzen, brauchen MPC und HCI die Zustimmung der Anleger. Doch die haben kaum eine Wahl – legen sie ihr Veto ein, droht ihnen wohl der Totalverlust. Andernfalls könnten sie glimpflich davonkommen: Geht die neue Prognose auf, soll der Gesamtmittelrückfluss über die gesamte Laufzeit betrachtet lediglich von 328 auf 306 Prozent der Einlage schrumpfen. (hb)

Foto: Shutterstock

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