26. Juli 2010, 14:58
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Preisrutsch bei Solaranlagen hält an

Die Preise von Photovoltaikanlagen sind im ersten Halbjahr 2010 um 14,49 Prozent gesunken. Kostete eine schlüsselfertige Anlage im letzten Jahr noch durchschnittlich 3.450 Euro netto pro installiertem Kilowatt (kWp), so schrumpfte der Preis in den ersten beiden Quartalen 2010 auf 2.950 Euro. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Seelowers Photovoltaik-Dienstleisters Meine Solar.

Solar Online1-127x150 in Preisrutsch bei Solaranlagen hält anDie Marktanalysten verweisen allerdings darauf, dass die Bezugspreise für Komplettanlagen je nach Größe zwischen 2.150 Euro/kWp und 3.600 Euro/kWp stark variieren. An der Umfrage haben sich bislang 1.263 Solaranlagenbetreiber aus dem ganzen Bundesgebiet beteiligt, deren Anlage auf einem Dach in Deutschland in diesem Jahr in Betrieb genommen wurde.

Die Antworten wurden im Zeitraum Januar bis Ende Juni 2010 abgegeben und umfassen Photovoltaikanlagen bis zu einer Größe von 100 kWp. Eigentlich läuft die Umfrage zur Preisentwicklung 2010 bis Jahresende. Doch aufgrund der Kürzung der Einspeisevergütung durch die Bundesregierung zum 1. Juli 2010 veröffentlicht Meine Solar bereits jetzt ein Zwischenergebnis.

Nach Einschätzung der Analysten werden die Preise weiter sinken: Wenn die Vergütungshöhe als Maßstab zur Berechnung der Anlagenpreise zugrunde gelegt wird, dürften schlüsselfertige Solaranlagen zukünftig durchschnittlich nur noch 2.570 Euro/kWp netto beziehungsweise ab Oktober 2010 nur noch 2.490 Euro/kWp netto kosten, so die Studie. Zum Vergleich: 1990 kostete eine komplette Solaranlage pro kWp noch etwa 15.000 Euro.

„Sicher ist, dass gerade deutsche Solarmodulhersteller bei den Verkaufspreisen mit den Degressionsschritten der Einspeisevergütung nicht mithalten können. Der Markt erwartet nicht nur Preissenkungen bei den Modulherstellern, sondern auch bei den Wechselrichter- und Gestellherstellern, die auf den wachsenden Wettbewerbsdruck reagieren müssen.“, erklärt Meine-Solar-Geschäftsführer Michael Ziegler. (hb)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. […] Preisrutsch bei Solaranlagen hält an – Cash. Online: News- und … […]

    Pingback von Leonidas Associates IV – Solarfonds Frankreich | Umweltfonds.Biz - Blog über Ökofonds, geschlossene Fonds und Biogasfonds — 5. August 2010 @ 21:44

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Metallrente-Umfrage: Deutsche rechnen bei BU mit staatlicher Unterstützung

Jeder Zweite erwartet, bei Berufsfähigkeit durch eine gesetzliche BU-Rente abgesichert zu sein. Obwohl das Bewusstsein für die Notwendigkeit zusätzlicher Vorsorge groß ist, hapert es zudem am Wissen um die richtigen Produkte. Die repräsentative Umfrage im Auftrag des Versorgungswerks Metallrente offenbart einmal mehr Vorsorgeillusionen.

mehr ...

Immobilien

Patrizia weiter auf Einkaufstour in Europa

Der Immobilienkonzern Patrizia hat für rund 65 Millionen Euro ein Logistikportfolio mit zwei Objekten in Veghel in den Niederlanden gekauft. Zudem investiert das Unternehmen in ein Wohnungsbau-Projekt in Schweden.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit und Corona: Märkte in USA, Europa und UK mit unterschiedlichen Vorzeichen

Chris Iggo, CIO Core Investments, richtet seinen Blick auf die Märkte und sieht unterschiedliche Vorzeichen für Amerika, Europa und Großbritannien

mehr ...

Berater

Performance-Marketing als Treiber des Online-Recruiting

Recruiter, die heute noch junge Nachwuchstalente für sich gewinnen wollen, müssen neue Wege gehe. Werbung auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram bietet dabei unglaubliche Chancen und kann gleichzeitig zur Kostenreduktion führen. Gastbeitrag von Dawid Przybylski

mehr ...

Sachwertanlagen

US Treuhand bringt neuen US-Publikumsfonds

Die US Treuhand legt mit dem „UST XXV“ einen neuen Fonds für private Investoren auf. Über den Alternativen Investmentfonds (AIF) können sich deutsche Anleger ab einer Anlagesumme von 20.000 US-Dollar an Immobilien in Metropolregionen überwiegend im Südosten der USA beteiligen.

mehr ...

Recht

Klage gegen EY auf 195 Millionen Euro Schadensersatz

Der Insolvenzverwalter der Maple Bank hat die Wirtschaftsprüfer von EY wegen angeblich falscher Beratung bei den umstrittenen “Cum-Ex”-Geschäften zu Lasten der Staatskasse auf 195 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.

mehr ...