Anzeige
13. Oktober 2011, 10:38
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Geschlossene Fonds: Worüber der Vertrieb aufklären muss

Platzierungsergebnisse, die hinter den Erwartungen zurückbleiben, sind derzeit eher die Regel denn die Ausnahme. Weniger bekannt hingegen ist, dass dies auch Konsequenzen für die Aufklärungspflichten von Initiator und Vertrieb hat.

Ulrich-A -Nastold in Geschlossene Fonds: Worüber der Vertrieb aufklären muss

Gastbeitrag: Ulrich Nastold, Rechtsanwalt, Kanzlei Klumpe, Schröder & Partner

Es war einmal… So beginnen nicht nur Märchen, sondern so lässt sich auch eine Boomphase beschreiben, in der vielen Emittenten geschlossener Beteiligungen die Fondsanteile wie „geschnitten Brot“ aus der Hand gerissen wurden. Die Zuweisung von Kontingenten und das Führen von Reservierungslisten waren keine Seltenheit. Diese Boomphase jedenfalls ist aktuell vorbei.

Vom kleinen Wirtschaftswunder – so der Claim zur kürzlich gestarteten Kampagne des VGF Verband Geschlossene Fonds – ist angesichts der derzeitigen Platzierungszahlen der meisten Fondsanbieter nicht viel zu spüren. Dabei ist die Bedeutung geschlossener Fonds als Kapitalsammelstelle zur Finanzierung zahlreicher sinnvoller Investitionsvorhaben unbestritten.

Geschlossene Fonds, die regelkonform konzipiert sind, weisen schon seit Langem ein Maß an Transparenz auf, das andere Produkte – vor allem auch des Bankensektors – bis heute vermissen lassen. Und dennoch hinken bei den meisten Emissionshäusern die Platzierungszahlen hinter den Erwartungen her. Teils mussten Fonds sogar wieder vom Markt genommen und rückabgewickelt werden. Insoweit stellt sich also die Frage, welche Konsequenzen dies für die Anbieter- und Vertriebsseite hat.

Empfängerhorizont des durchschnittlichen Anlegers zählt

Ein Verkaufsprospekt muss bekanntlich alle tatsächlichen und rechtlichen Angaben enthalten, die notwendig sind, um dem Publikum eine zutreffende Beurteilung des Emittenten und der Vermögensanlagen zu ermöglichen (Paragraf 8g Abs. 1 Satz 1 VerkProspG).

Dabei sind Inhalt und Umfang des Verkaufsprospektes auf durchschnittlich verständige und durchschnittlich vorsichtige Anleger auszurichten. Auf deren Empfängerhorizont kommt es an (vgl. hierzu auch Ziffer 2.1 der Anlage 1 der Grundsätze ordnungsmäßiger Beurteilung von Verkaufsprospekten über öffentlich angebotene Vermögensanlagen – kurz IdW S4).

Seite 2: Welche Informationen ein Verkaufsprospekt außerdem bieten muss

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...