1. Dezember 2011, 17:52
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Institutionelle Investoren sollen Initiatoren retten

Der Vertrieb geschlossener Fonds an private Anleger ist nahezu zum Erliegen gekommen. Jetzt sucht die Branche verzweifelt nach neuen Absatzchancen.

Rombaquer in Institutionelle Investoren sollen Initiatoren retten

VGF-Sprecher und Geschäftsführer Eric Romba

Text: Alexander Heintze

Die Anbieter geschlossener Fonds befinden sich in kollektiver Unruhe. Das Geschäft mit den privaten Kunden will auch nach gut zwei Jahren Absatzkrise nicht richtig in Schwung kommen. Vertraute man zuletzt noch darauf, dass Anleger in ihrer Furcht vor Geldverlust und Inflation auf Sachwerte setzen werden, herrscht nun allenthalben Ratlosigkeit, wie es weitergehen soll. Nur wenige, meist kleine und spezialisierte Anbieter, tragen nach wie vor ungebremsten Optimismus zur Schau.

Der Rest verfährt nach dem Prinzip Hoffnung. Die längst angekündigte Konsolidierung soll einige kleinere Anbieter vom Markt fegen. Das ist zumindest die Hoffnung manch eines etablierten Emissionshauses, das sich davon mehr Luft zum Atmen verspricht. Doch auch diese Marktbereinigung ist bisher ausgeblieben. So neigen sich bei vielen Häusern die Reserven langsam, aber sicher dem Ende entgegen.

Alternativen zum Privatanleger

Nun starten einige Initiatoren den nächsten Rettungsversuch. Wenn die privaten Zeichner nicht wollen, dann sollen es eben die institutionellen richten. Immer mehr Anbieter geschlossener Fonds reden darüber, sich einen zweiten Absatzmarkt aufbauen zu wollen. Institutionelle Investoren wie Stiftungen, Kirchen, kleinere Pensionskassen, Versorgungswerke und Family Offices sollen für geschlossene Fondsprodukte gewonnen werden. Der Markt hat durchaus Potenzial. Im vergangenen Jahr platzierten die Initiatoren geschlossener Fonds nach den Zahlen des Branchenverbandes VGF immerhin schon 620 Millionen Euro bei institutionellen Investoren. Damit kamen fast elf Prozent der Platzierungsergebnisse von insgesamt 5,6 Milliarden Euro aus der professionellen Ecke.
Das Potenzial ist gewaltig. Die Unternehmensberatung Frontiers Management Consulting, Frankfurt am Main, schätzt den Markt auf rund 3.500 relevante Investoren. Zu den 2.000 institutionellen Investoren wie Versicherungen, Pensionskassen, Versorgungswerke, Kirchen, Stiftungen und Unternehmen, kommen zwischen 850 und 1.000 Family Offices und rund 450 Vermögensverwalter.

Seite 2: Auch kleinere Initiatoren folgen dem Trend

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