Lloyd Fonds baut Energie als drittes Standbein auf

Das börsennotierte Emissionshaus Lloyd Fonds plant eine Offensive im Energie-Bereich. Wie das Unternehmen bei einem Presse-Roundtable in Hamburg verriet, wurde zu diesem Zweck bereits ein komplettes Spezialisten-Team von der Commerzbank abgeworben.

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Mit der neu verplichteten, vierköpfigen Experten-Mannschaft will die bislang vor allem auf Schiffs- und Immobilienfonds fokussierte Lloyd Fonds das Segment Energie als dritte Assetklasse aufbauen. Entgegen dem aktuellen Branchentrend setzen die Hanseaten allerdings nicht in erster Linie auf Solarfonds. Im Vordergrund soll stattdessen das Thema Wind stehen.

Bereits im zweiten Quartal 2011 soll das erste Beteiligungsangebot an den Start gebracht werden. Lloyd Fonds hatte bereits 2002 und 2005 zwei Windkraftfonds platziert. Die damalige Vorliebe der Initiatorenbranche für Windanlagen hat allerdings – nicht zuletzt aufgrund des Wegfalls des Steuerprivilegs vor rund sechs Jahren – deutlich nachgelassen. Die Lloyd-Fonds-Ansage, diesen Bereich künftig zu etablieren, kommt deshalb durchaus überraschend.

Der Initiator ist indes fest davon überzeugt, dass das Thema für Privatanleger wieder in den Vordergrund rücken wird. Lloyd Fonds verlässt sich dabei unter anderem auf Studien und Marktdaten des Bundesverbands Erneuerbare Energien. Demnach stammten 2010 bereits rund 17 Prozent des in Deutschland verkauften Stroms aus Windenergie.

Den Aufbau der neuen Sparte leitet Christian Schulz (34), der in den letzten Jahren in verschiedenen Funktionen für die Commerzbank tätig war. Seit Anfang 2006 verantwortete er dort als Direktor die Finanzierung für internationale Projekte im Bereich erneuerbare Energien und die Betreuung internationaler Kunden aus dem Energiesektor.

Zu seinem Team gehören Maria Lehner, Christian Rehnke und Hans Ulrich Brack. Zusammen haben sie laut Lloyd Fonds in den vergangenen fünf Jahren ein Investitionsvolumen von mehr als 2,5 Milliarden Euro arrangiert. (hb)

Foto: Shutterstock

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