Lloyd Fonds bietet Beteiligung an Hafenlogistikunternehmen

Lloyd Fonds hat den Vertrieb des Private Placements Lloyd Fonds Maritime Innovation gestartet. Ab 200.000 Euro können sich Investoren an einem Mittelständler beteiligen, der ein Verfahren zum vereinfachten Be- und Entladen von Containern entwickelt hat.

Das Containerterminal "Toller Ort" am Hamburger Hafen
Das Containerterminal "Toller Ort" am Hamburger Hafen

Wie der Initiator mitteilt, habe das Zielunternehmen, die Kalp GmbH aus Böel, mit der so genannten Automatischen Lasch-Plattform (ALP) eine Technologie zum Einsetzen und Herausnehmen von Containertwistlocks entwickelt. Das automatisierte Verfahren soll die Be- und Entladezeit von Containerschiffen verkürzen und die Wettbewerbsfähigkeit der Terminalbetreiber steigern.

Die ALP soll nach Auskunft von Lloyd Fonds im Spätherbst in die Serienproduktion gehen und zunächst in Europa abgesetzt werden. Für den paneuropäischen Absatzmarkt, der aktuell aus 685 Containerbrücken bestehe, rechnet Kalp mit mit dem Verkauf von 154 ALPs bis zum Jahr 2015, was einer Marktdurchdringungsrate von 22,5 Prozent entsprechen würde.

Lloyd Fonds habe sich bereits im Jahr 2009 an der Kalp GmbH strategisch beteiligt. Damals galt es, die Entwicklung des Prototypen zu finanzieren und voranzutreiben. Nun solle der Markteintritt begleitet werden. Laut Businessplan seien dafür vier Millionen Euro zusätzlicher Mittel erforderlich.

Der Eigenkapitalfonds mit Venture-Capital-Charakter Lloyd Fonds Maritime Innovation hat ein Gesamtvolumen von rund 4,65 Millionen Euro. Deren Anleger sollen 20 Prozent des Unternehmens erwerben und an dessen Renditepotenzial beteiligt werden. Vier Millionen Euro sollen in Form einer Kapitalrücklage in die Kalp GmbH investiert werden, der Restbetrag diene dem Ankauf von Gesellschaftsanteilen an dem Unternehmen. Das Fondskonzept sieht zudem vor, den Veräußerungserlös aus der gehaltenen Beteiligung am Ende der geplanten vierjährigen Fondslaufzeit an die Anleger auszuzahlen. Den Gesamtmittelrückfluss prospektiert Lloyd Fonds mit 264 Prozent vor Steuern. (af)

Foto: Shutterstock

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