Lloyd-Fonds-Flieger wieder bereit zum Abheben

Der Hamburger Initiator Lloyd Fonds konnte eine vierjährige Anschlussbeschäftigung für zwei seiner Passagiermaschinen vom Typ Airbus A 319 mit der Berliner Airline Germania vereinbaren. Die Flugzeuge sind Fondsobjekte des Air Portfolio II und mussten seit der überraschenden Insolvenz der ersten Leasingnehmerin am 19. Oktober 2010, der Charter-Fluggesellschaft Hamburg International, am Boden bleiben.

A319Wie das Emissionshaus Lloyd Fonds mitteilt, soll der erste Airbus A 319 noch im Laufe dieses Monats mit der neuen Germania-Lackierung abheben, die zweite Maschine soll Anfang März 2011 ihren Flugbetrieb wieder aufnehmen. Die ausgehandelte Leasingrate liegt unter dem mit Hamburg International ausgehandelten Niveau von 233.000 Euro pro Monat. Sie reiche den Initiatorenangaben zufolge aber aus, um alle anfallenden Kosten zu decken.

Die Flotte der seit 19. Oktober letzten Jahres insolventen Fluggesellschaft bestand aus acht Mittelstreckenflugzeugen vom Typ A 319 und einer Boeing 737. Sechs der Maschinen sind Fondsobjekte der Emissionshäuser Lloyd Fonds, Wölbern Invest sowie eines HSH-Nordbank-Dachfonds, an dem sich HGA Capital und Wealth Cap beteiligt haben. Ein Praxistest – sowohl für die Asset-Management-Fähigkeiten von Doric Asset Management als auch im Hinblick auf die viel beschworene Fungibilität des Flugzeugtyps A 319.

Wölbern Invest hat seine beiden A 319-Flieger noch schneller wieder in die Luft bekommen: Bereits seit Dezember 2010 nutzt sie die Air Berlin Group. Allerdings hat die Leasingvereinbarung auch nur eine Laufzeit von zwölf Monaten. Beide Vertragsparteien haben jedoch eine vorzeitige Kündigungsmöglichkeit vereinbart, die erstmals zum 30. Juni 2011 ausgeübt werden kann. (af)

Foto: Shutterstock

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