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9. September 2011, 10:56
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Schiffsfonds: Zweitmarktkurse geben deutlich nach

Die zunehmenden Sanierungsfälle bei Schiffsfonds drücken das Kursniveau am Zweitmarkt. Über die Handelsplattform Deutsche Zweitmarkt AG (DZAG) werden derzeit viele Beteiligungen mit starken Abschlägen verkauft.

Dollar-schiff-sinkt-pleite-insolvenz in Schiffsfonds: Zweitmarktkurse geben deutlich nach

So verzeichnete die DZAG im August einen Rückgang des durchschnittlichen Kurses aller Transaktionen um 9,49 Prozentpunkte auf 58,29 Prozent. Schlusslicht ist mit 10,0 Prozent das 1.730 TEU-Containerschiff Rosenheim (Ex – Wehr Nienstedten) von Lloyd Fonds.

Das 2002 in Fahrt gesetzte MS Rosenheim hat laut DZAG im Jahr 2010 bereits ein Restrukturierungskonzept durchlaufen, bei dem die Kommanditisten ihre Kapitalanteile erhöht haben. Die Einnahmesituation des Schiffes habe in 2010 aufgrund geringer Chartereinkünfte, relativ hoher Verschuldung sowie Schiffsbetriebskosten keine Tilgung der Darlehensraten zugelassen.

DZAG-Vorstand Björn Meschkat: „Aktuell ist das Schiff noch bis maximal Mitte Dezember 2011 beschäftigt, eine Folgecharter ist bisher nicht bekannt.“

Das Ranking der besten Schiffsfonds der Emissionshäuser im August führt mit 115,0 Prozent der HT-Flottenfonds II von Hansa Treuhand an. Auf Rang zwei folgt mit einem Handelskurs von ebenfalls 115,0 Prozent das 5.762 TEU-Containerschiff E.R. Amsterdam aus dem Hause Nordcapital. Den dritten Platz belegt mit 114,0 Prozent der HCI-Fonds Euro Max.

Insgesamt meldeten die Teilnehmer im Zweitmarkt für geschlossene Schiffsbeteiligungen im vergangenen Monat 153 öffentliche Handelsabschlüsse mit einem Gesamtvolumen von nominal 5,21 Millionen Euro und 352.000 US-Dollar. Zum Vergleich: Im Juli waren es 139 Abschlüsse in Höhe von nominal 6,65 Millionen Euro und 313.000 US-Dollar, im Juni 185 Abschlüsse in Höhe von nominal 5,90 Millionen Euro und 1,05 Millionen US-Dollar. (hb)

Foto: Shutterstock

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