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2. September 2012, 09:08
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„Das Sicherheitsbedürfnis der Anleger ist ungebrochen“

Das Münchener Emissionshaus BVT setzt seine Dachfondsserie BVT-CAM  mit dem Kooperationspartner DB Private Equity fort, wechselt aber den Investitionsschwerpunkt. Im Interview mit Cash. erläutert BVT-Geschäftsführer Robert List die Hintergründe.

Das Interview führte Andreas Friedemann, Cash.

List BVT Online-127x150 in „Das Sicherheitsbedürfnis der Anleger ist ungebrochen“

Robert List, BVT

Der zehnte Dachfonds der Reihe BVT-CAM will über institutionelle Zielfonds auf dem Infrastruktursektor mit dem Fokus auf OECD-Staaten investieren. Will sich die BVT etwa nach zwölfjähriger Emissionshistorie aus dem Private-Equity-Markt zurückziehen?

List: Nein, keineswegs. Die Investitionsbedingungen derzeit sind in beiden sehr verwandten Märkten so günstig, dass es durchaus sinnvoll wäre, jeweils einen Fonds aufzulegen. Allerdings wollen wir uns nicht verzetteln. Der Vorteil einer Beteiligung an Infrastrukturunternehmen und konkreten Projekten besteht darin, dass die regelmäßig fließenden Zahlungsströme vertraglich abgesichert und nicht selten sogar staatlich garantiert sind. Das schafft zu Recht Vertrauen, insbesondere dann, wenn ein solventes Mitglied der OECD als Garantiegeber fungiert.

Ist das Konzeptionsmerkmal Sicherheit mittlerweile wichtiger als die Assetklasse, in die ein Fonds investiert?

List: Zumindest ist das Anlegerbedürfnis nach Sicherheit ungebrochen. Gleiches gilt für den Vertrieb. Dem hatten wir bereits bei unserem letzten Beteiligungsangebot mit unserem Fachpartner DB Private Equity Rechnung getragen, indem wir uns auf das Segment Secondaries konzentriert haben. Die Zweitmarkt-Anteile bieten neben einer breiten Streuung und kürzeren Laufzeit den Vorteil, dass sich die weitere Entwicklung der reifen Beteiligungen besser prognostizieren lässt.

Diesen Private-Equity-Fonds hat Ihr Haus Ende Juni 2012 mit einem Platzierungsvolumen von 22,5 Millionen Euro geschlossen. Ist der Vertrieb der Produkte seit Jahresbeginn schwieriger geworden?

List:  Ganz klar. Das lässt sich vor allem darauf zurückführen, dass unsere traditionell stärksten Vertriebspartner in dieser Assetklasse, die Banken, deutlich zurückhaltender geworden sind. Das gilt sowohl für kleine Kreditinstitute als auch für die Geschäftsbanken. Sie geben der klassischen Core-Immobilien-Offerte mit einem zehnjährigen Mietvertrag den Vorzug. Dabei lassen sie leider das Sicherheitskriterium der Risikostreuung außer Acht.

Ein klassisch konzipierter Immobilienfonds lässt sich für den Bankberater einfacher auf seine Regulierungskonformität hin prüfen und ist zudem für den Anleger leichter nachzuvollziehen. Sehen Sie Anknüpfungspunkte bei den Emissionshäusern, um die Transparenz zu verbessern?

List:  Als erster Initiator von Publikumsfonds im Private-Equity-Segment haben wir die Kennzahl TVPI genutzt, um unsere Anleger über die Wertentwicklung ihrer Beteiligung zu informieren. Diese Größe lässt keine Interpretationsspielräume zu, sofern man sie auch für die Dachfonds-ebene ausweist, weil auch die Kosten darin enthalten sind. Einige unserer Wettbewerber beschränken sich dagegen leider noch immer darauf, die Unternehmens- oder Fondsebene als Bezugsgröße zu nehmen. Das erschwert die Vergleichbarkeit.

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