Anzeige
4. September 2012, 11:07
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

„Die freien Vertriebe legen bei Private Equity zu“

Im Cash-Interview berichtet Bernhard Prasnow, Vorstand der Münchener Efonds Solutions AG, wie sich der Private-Equity-Fondsabsatz auf der Plattform Efonds 24 verteilt.

Prasnow TopTeaser in „Die freien Vertriebe legen bei Private Equity zu“

Das Interview führte Andreas Friedemann, Cash.

Wie hat sich der Absatz von Wagniskapitalofferten nach Ihrer Beobachtung binnen Jahresfrist entwickelt?

Prasnow: Der Anteil des platzierten Kapitals von Private-Equity-Fonds im ersten Halbjahr 2012 ist im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres nahezu unverändert geblieben. Allerdings erwarten wir, dass im Laufe des Jahres wieder mehr Schwung in die Platzierung der Fonds dieses Segments kommen wird, vornehmlich weil der eine oder andere Initiator positive Nachrichten über lukrative Exits und stabile Ausschüttungen vermelden konnte.

Welche Verteilung auf die Vertriebskanäle haben Sie beobachtet?

Prasnow: Der freie Vertrieb hat im ersten Halbjahr 2012 rund 35 Prozent mehr Eigenkapital für Private-Equity-Fonds platziert als im Vorjahreszeitraum, während der Absatz über den Bankschalter um knapp 65 Prozent zurückging.

Worauf führen Sie diese Verschiebung zurück?

Prasnow: Die Banken setzen mehr denn je auf die Sicherheitskarte. Dabei bevorzugen Sie Immobilienfonds. 62 Prozent des von Banken platzierten Eigenkapitals entfiel auf diese Assetklasse. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von sechs Prozent. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich das Platzierungsvolumen insgesamt binnen Jahresfrist kaum verändert hat.

Es besteht also ein Zusammenhang mit den neuen Regulierungsvorschriften…?

Prasnow: Ja. Die Anforderungen an die Plausibilitätsprüfung sind gestiegen. Sie ist bei einem Private-Equity-Fonds aufgrund des konzeptionsbedingten Blind-Pool-Charakters und zahlreichen weiteren Unbekannten deutlich komplizierter als bei einer klassischen Core-Immobilien-Offerte. Verständlicherweise scheuen die Banken Haftungsrisiken derzeit noch mehr als in der Vergangenheit und die Produkte werden von verschiedenen Abteilungen genau untersucht. Das dauert…

Die freien Vertriebe können flexibler reagieren?

Prasnow: Richtig und sie tun es auch. Wenn ein Private-Equity-Fonds eine Ausschüttungsmitteilung herausgibt, ergeben sich für die Vermittler gute Anknüpfungspunkte, wieder auf ihre Kunden zuzugehen. Eine Chance, die freie Vertriebspartner tendenziell schneller aufgreifen können als Bankberater.

Foto: Efonds Group

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Spahn kündigt weitere Anhebung der Pflegeversicherungsbeiträge an

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine weitere Anhebung der Beiträge zur Pflegeversicherung angekündigt. “Ich kann ihnen jetzt schon sagen: Wir werden in den nächsten Jahren die Beiträge nochmals erhöhen müssen”, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung “Maischberger”.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel setzt zu Jahresbeginn wieder stärker auf Metropolen

Der Anteil von Einzelhandelsanmietungen in den Metropolen hat nach Angaben von Jones Lang LaSalle im ersten Quartal 2018 wieder deutlich zugenommen. Dabei setze sich der Trend zur Anmietung kleinerer Flächen fort.

mehr ...

Investmentfonds

Verbrauchervertrauen: Banken top, Digital Giants flop

Die deutschen Verbraucher haben laut einer Studie von A.T. Kearney im europäischen Vergleich große Bedenken bezüglich der Weitergabe ihrer Finanzdaten. Einen besonders schweren Stand haben die sogenannten Digital Giants.

mehr ...

Berater

Qualitypool bietet zwei neue Apps an

Der Maklerpool Qualitypool startet kostenlose Apps für seine Vertriebspartner und deren Endkunden. Die App “hQ – Das Partnercockpit” soll Vertriebspartner mit neuen Features unterstützen, Kunden erhalten die dazugehörige App “FinUp”, um ihre bestehenden Verträge und passende Angebote jederzeit einsehen zu können.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin fährt Handelsplattform für Optionen in die Parade

Die Finanzaufsicht BaFin hat der Interactive Services Worldwide Ltd. den unerlaubten Betrieb von Einlagengeschäften untersagt und die unverzügliche Abwicklung der Geschäfte verfügt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...