HCI Capital wechselt in den Entry Standard

Der auf die Emission von Schiffsfonds spezialisierte Initiator HCI Capital AG plant aus Gründen einer Reduktion des organisatorischen Aufwandes und der Kosten einen Wechsel vom Prime Standard hin zum Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Im Rahmen der Schifffahrtskrise sind mehrere seiner Schiffsfonds in Seenot geraten.

Das börsennotierte Emissionshaus HCI Capital AG wird vom Prime Standard des regulierten Marktes in den Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse sowie vom regulierten Markt in das Segment Mittelstandsbörse Deutschland an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg wechseln.

Dr. Ralf Friedrichs, HCI
Dr. Ralf Friedrichs, Vorstandsvorsitzender der HCI Capital AG

Das haben Vorstand und Aufsichtsrat des Hamburger Initiators laut Ad-hoc-Mitteilung vom 25. April 2012 beschlossen. Mit dem Wechsel sollen neben dem organisatorischen Aufwand vor allem auch die Kosten reduziert werden, die mit einer Notierung der Aktie im regulierten Markt verbunden sind.

Der einstige Branchenprimus im Markt der geschlossenen Fonds hat mehr Schiffsfonds emittiert als jeder andere Initiator. Einige von ihnen sind jedoch im Zuge der Schifffahrtskrise in raue See geraten. Zuletzt musste HCI Capital für den Fonds HCI Shipping Select 26 Insolvenz anmelden. Dennoch hat die Unternehmensführung beschlossen, sich zumindest vorübergehend auf Kernkompetenz zu konzentrieren. Erst am 24. April 2012 gab das Emissionshaus den Vertriebsstartschuss des Containerschiffsfonds HCI Hammonia Francia,der mit neuen Konzeptionsmerkmalen aufwartet, um das Vertrauen von Anlegern und Vertriebspartner zurückzugewinnen. Die bis Ende 2011 bediente Immobiliensparte wurde ebenso auf Eis gelegt, wie das Segment Erneuerbare Energien.

Wie HCI Capital in der Ad-hoc-Mitteilung weiter verkündet, soll der Wechsel von der Notierung im regulierten Markt in die Qualitätssegmente des Freiverkehrs in mehreren Schritten erfolgen. Die Unternehmensführung geht davon aus, dass die Aufnahme der Aktien in den Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse im Laufe des zweiten Quartals 2012 erfolgen wird. Bis zu diesem Zeitpunkt notieren die Aktien der Gesellschaft im Prime Standard des regulierten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse und im regulierten Markt der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg. Es sei damit zu rechnen, dass die Aufnahme im Segment Mittelstandsbörse Deutschland an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg im Laufe des vierten Quartals 2012 abgeschlossen sein wird.

Die Handelbarkeit der Aktie der HCI Capital AG an der Frankfurter Wertpapierbörse, einschließlich des elektronischen Handelssystems der Deutschen Börse (Xetra), und an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg werde davon jedoch nicht berührt. Auch die Liquiditätsunterstützung der Aktie durch ihren Designated Sponsor wird weiterhin fortgesetzt, so das Unternehmen. (af)

Foto: HCI Capital AG

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