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5. September 2012, 16:58
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Marktreport: Deutsche Einzelhandelsobjekte bei internationalen Investoren hoch im Kurs

Der neue Hahn Retail Report 2012/2013 bescheinigt hiesigen Fachmarktzentren eine überdurchschnittliche Attraktivität bei internationalen Investoren. Die Analyse wurde von der Hahn Gruppe in Zusammenarbeit mit CB Richard Ellis und GfK Geo Marketing erstellt.

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Das Investitionsobjekt des Pluswertfonds 157 der Hahn Gruppe

85 Prozent begründen diese mit den positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, 66 Prozent mit der Stabilität des deutschen Einzelhandels im internationalen Vergleich, während 62 Prozent die Größe des Marktes als wichtigsten Attraktivitätsfaktor sehen. Rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Produktverfügbarkeit am Markt sind für 39 beziehungsweise 35 Prozent der Umfrageteilnehmer ausschlagegebend.

Insgesamt wurden nach Angaben der Hahn Gruppe in Bergisch-Gladbach, in den zurückliegenden eineinhalb Jahren über 3,2 Milliarden Euro in Fachmarktzentren investiert.

Derzeit sind sie laut Expertenbefragung mit einem Anteil von 83 Prozent der geplanten Akquisitionen die am stärksten gesuchten Objekttypen bei Investoren (Vorjahr: 65 Prozent). Mit Abstand folgen Shopping-Center und Geschäftshäuser oder High-Street-Objekte (beide 50 Prozent; Mehrfachnennungen möglich). Bei den Expansionsverantwortlichen der Handelsunternehmen glauben 60 Prozent, dass Fachmarktzentren zukünftig bevorzugt nachgefragt werden, Shopping-Center und Nahversorgungszentren folgen mit 50 beziehungsweise 43 Prozent. Bei den befragten Einzelhändlern zeigt sich zudem ein Trend in die Innenstädte: 60 Prozent wollen zukünftig verstärkt dort vertreten sein.

Die Mehrheit der befragten Investoren geht von stabilen bzw. steigenden Preisen über alle Assetklassen hinweg aus: 67 Prozent rechnen in den nächsten zwölf Monaten mit stabilen bzw. stagnierenden, 33 Prozent mit steigenden Preisen bei Shopping-Centern. Bei Fachmarktzentren erwarten 60 Prozent stabile, 27 Prozent steigende Preise. Bei Geschäftshäusern in 1a-Lagen sowie bei SB-Warenhäusern oder Verbrauchermärkten rechnet jeweils die Hälfte der Befragten mit einer stabilen Preisentwicklung. Bei Geschäftshäusern gehen sogar 47 Prozent von steigenden Preisen aus.

Schwerpunkt auf Core-Objekte, erhöhtes Interesse an Value-Add 
Investoren schätzen, dass sich der derzeitig positive Trend am Investmentmarkt im Laufe des Jahres fortsetzen wird. 60 Prozent der Befragten wollen in den nächsten zwölf Monaten am deutschen Handelsimmobilienmarkt zukaufen. 23 Prozent der Unternehmen beabsichtigen, das Investitionsvolumen unverändert zu belassen. Erstklassige Einzelhandelsimmobilien in guten Lagen und mit langen Vertragslaufzeiten stehen dabei bei privaten und institutionellen Investoren nach wie vor hoch im Kurs. Solche Core-Immobilien haben wie auch schon im Vorjahr 70 Prozent der Befragten im Fokus. Bei rund 27 Prozent dominieren Value-Add-Immobilien das künftige Engagement am Markt (Vorjahr 13 Prozent).

Die Nachfrage nach Handelsimmobilien übersteige das Angebot deutlich und lässt nationale wie internationale Investoren vermehrt auf B-Standorte in Deutschland ausweichen, die ein vergleichbares Renditeniveau aufweisen. So entfielen seit Anfang 2011 rund 70 Prozent aller Investitionen auf B-Standorte und Regionalzentren. CB Richard Ellis geht davon aus, dass Standorte mit 125.000 und 250.000 Einwohner und noch geringem Bestand an großflächigem Einzelhandel – so genannte ‘Junior Märkte’ – sich als Investitionsstandort weiter etablieren dürften.

Im Rahmen einer Expertenbefragung wurden 40 Expansionsverantwortliche des großflächigen Einzelhandels sowie 30 Entscheidungsträger von institutionellen Immobilieninvestoren, darunter Immobilienfonds, Private Equity-Gesellschaften und Vermögensverwalter sowie Banken befragt. Das verwaltete Immobilienvermögen lag bei einem Drittel der Immobilieninvestoren zum Zeitpunkt der Befragung bei jeweils mehr als eine Milliarde Euro. Mehr als die Hälfte der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen erzielte im Jahr 2011 Umsätze von über eine Milliarde Euro, etwa ein Drittel der befragten Unternehmen setzte sogar mehr als drei Milliarden Euro um. (af)

Foto: Hahn Gruppe

 

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