Anzeige
Anzeige
26. November 2013, 13:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienfonds: Branche im Umbruch

Während sich die Immobilienbranche in Deutschland auf Höhenflug befindet, durchläuft die Branche der geschlossenen Fonds einen harten Konsolidierungsprozess. Auf dem Weg in die regulierte KAGB-Welt verfolgen die Emissionshäuser unterschiedliche Strategien.

Investoren

Angesichts des bisher ungebremsten Immobilien-Booms mehren sich die Fragen, wie lange die Euphorie noch anhält.

Champagnerlaune in der deutschen Immobilienbranche. Seit einigen Jahren klettern die Preise von einem Rekord zum nächsten. Der Run der Privatanleger und institutionellen Investoren ist ungebrochen – egal, ob es sich um Wohn-, Gewerbe-, Büro- oder Einzelhandelsobjekte handelt.

In der Gunst der Anleger ganz oben stehen Core-Objekte in Bestlage deutscher Metropolen wie München, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Köln und Stuttgart, den sogenannten “Big 7”. Auch immer mehr Investoren aus dem Ausland sehen in dem deutschen Immobilienmarkt einen sicheren Hafen.

Attraktive Immobilienanlage

Die Motive der Anleger für den Run auf das Betongold sind unverändert. Schließlich werfen konservative Anlagen wie sichere Staatsanleihen oder Festgeld aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank nach wie vor keine auskömmlichen Renditen ab.

Gleichzeitig werden die von hoher Volatilität geprägten Aktenmärkte als zu risikoreich empfunden und gemieden. Die ungelöste europäische Staatschuldenkrise und die anhaltende Unsicherheit über die Zukunft des Euroraums verstärken diesen Trend und die Risikoaversion zahlreicher Investoren.

Investoren auch weiterhin in Kauflaune

In diesem Umfeld sehen viele Immobilien weiterhin als relativ sichere Anlageklasse, mit vergleichsweise hohen Renditen bei gleichzeitig überschaubarem Risiko. Aktuelle Studien machen die anhaltende Attraktivität des Sektors deutlich: So verbuchte der Investmentmarkt für Wohnungsportfolios in den ersten neun Monaten 2013 ein Transaktionsvolumen von rund 8,8 Milliarden Euro – ein Plus von 14 Prozent gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres, geht aus einer Studie von Savills Research hervor.

Investoren

Die höchsten Preissteigerungen gab es in den sieben größten Städten Deutschlands.

“Weder die Unsicherheit hinsichtlich der politischen Rahmenbedingungen im Vorfeld der Bundestagswahlen noch die Diskussionen um eine mögliche Zinswende hatten einen spürbaren Effekt auf die Nachfrage nach deutschen Wohnimmobilien”, sagt Savills-Experte Karsten Nemecek. “Die Investoren sind auch weiterhin in Kauflaune. Das günstige Umfeld aus niedrigen Zinsen und Mietwachstum wird uns noch einige Jahre erhalten bleiben”, blickt Nemecek positiv in die Zukunft.

Deutsche Gewerbeimmobilien auf Höhenflug

Auf Höhenflug befindet sich auch der Investmentmarkt für deutsche Gewerbeimmobilien. “Das Transaktionsvolumen in Höhe von über 19 Milliarden Euro für die ersten neun Monate des Jahres zeigt die Attraktivität Deutschlands als Immobilieninvestmentdestination”, sagt Timo Tschammler von Jones Lang LaSalle. “Wir beobachten ein weiter nachhaltiges Interesse von ausländischen Investoren an größeren Objekt- oder Portfoliovolumina, so dass wir mit einem Jahresergebnis von um die 30 Milliarden Euro rechnen. Das wäre das beste Ergebnis seit dem Boomjahr 2007”, so Tschammler.

Dabei zogen die “Big 7”-Städte nach wie vor rund 60 Prozent des investierten Kapitals an. Dort konnten die Spitzenmieten im dritten Quartal 2013 weiter zulegen und erreichten den höchsten Stand seit 2002. Der Löwenanteil der Gelder floss mit 43 Prozent in Büro-, gefolgt von Einzelhandelsimmobilien (29 Prozent). Ein kräftiges Wachstum von acht auf zehn Prozent konnte der Lager- und Logistiksektor erzielen.

Seite zwei: Überhitzungstendenzen am Immobilienmarkt?

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...