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19. Juni 2013, 08:01
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White Label plant Master-KVG

Die Dienstleistungsgesellschaft White Label Real Asset Products plant, bei der BaFin die Zulassung einer neu zu gründenden Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) zu beantragen. Anschließend wollen die Potsdamer gemeinsam mit Emissionshäusern eine Master-KVG als gemeinsame Plattform entwickeln.

Thomas-Pohle White-Label-253x300 in White Label plant Master-KVG

Thomas Pohle, CEO von White Label

„Durch die bevorstehende Umsetzung der AIFM-Richtlinie in nationales Recht werden die Weichen unserer Branche neu gestellt. Vor allem mittlere und kleinere Emissionshäuser geschlossener Fonds werden kaum in der Lage sein, die erforderlichen Umsetzungen ohne einschneidende finanzielle und organisatorische Belastungen zu stemmen“, sagt White-Label-CEO Thomas Pohle, vormals Mitbegründer von Bouwfonds Reim.

Aufgrund der am 22. Juli 2013 in Kraft tretenden neuen Bestimmungen durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) besteht konkreter Handlungsbedarf durch neue Anforderungen an die Organisationsstruktur und die Produktgestaltung von Fondsinitiatoren. So ist es ab diesem Stichtag Managern von alternativen Investmentfonds (AIF), also auch geschlossenen Fonds grundsätzlich untersagt, ohne KVG-Zulassung neue Produkte aufzulegen. Die Bearbeitung der Zulassungsanträge kann aufgrund der Komplexität und der zu erwartenden Antragsflut bis zu sechs Monate dauern. Schon die Vorbereitung des Zulassungsantrages werde einige Monate beanspruchen.

Zwischen fünf und zehn Emissionshäuser sollen mitmachen

André Barthels, ebenfalls in der Geschäftsführung von White Label, erklärt: „Im Wesentlichen verfügen Initiatoren geschlossener Fonds zum gegenwärtigen Zeitpunkt über drei Möglichkeiten: Sie können eine eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft gründen, was mit sehr hohen Kosten, einem großen Zeitaufwand und einem derzeit im Markt nicht zu deckenden zusätzlichen Bedarf an hoch qualifiziertem Personal verbunden ist“, sagt. Bei der Inanspruchnahme einer Service-KVG sind Emissionshäuser nicht an der Kapitalverwaltungsgesellschaft beteiligt und haben somit keinen Einfluss auf Strategie und Prozesse der KVG“, so Barthels und ergänzt: „Die Beteiligung an einer Master-KVG von White Label eignet sich für alle Initiatoren, die die KAGB-Compliance möglichst kostengünstig lösen wollen, Wert auf eine effiziente Organisationsstruktur legen und trotzdem nicht auf die Vorteile einer eigenen Kapitalverwaltungsgesellschaft verzichten möchten. Unter Master-KVG verstehen wir also eine KVG, die als gemeinsame Plattform verschiedener Emissionshäuser fungiert.“

Das Unternehmen entwickelt Sachwertanlagen für institutionelle Kunden und bietet Beratungsdienstleistungen beim Portfolio-, Akquisitions- und Asset Management. Auf der Internetseite www.masterkvg.de hat die Gesellschaft Hintergrundinformationen zusammengestellt.

Foto: White Label

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