Herausforderung Urbanisierung: Von den USA lernen

Die Folge: Ganze Stadtviertel werden disruptiert und transformiert. Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern private Busdienste an, um sie in die digitalen Hubs zu bringen. Und dort verbringen die Menschen dann den ganzen Tag: Sie arbeiten, essen, treiben Sport, geben ihre Kinder in die Kita, kaufen ein – alles auf dem konzerneigenen Campus.

Den Wandel nicht bremsen, sondern gestalten

Dass dies Auswirkungen auf die lokalen Geschäfte und Restaurants hat, liegt auf der Hand. Die Stadt San Francisco versucht daher, Unternehmen den Betrieb eigener Kantinen zu untersagen, damit die Beschäftigten gezwungen sind, auf die Straße zu gehen. Aber liegt die Rettung der alten analogen Welt tatsächlich in der Überregulierung des digitalen Fortschritts?

Ich befürchte, dass sich San Francisco mit solchen Lenkungskonzepten nur ausbremst. Ich meine, dass wir uns genau anschauen müssen, welche politischen und gesellschaftlichen Maßnahmen dazu beitragen, dass Wohnraum in den begehrten Metropolen bezahlbar bleibt oder es wieder wird. Dazu gehört auch, wie man eine soziale Durchmischung erhält, um Geisterstraßen, wie es sie etwa in London gibt, zu vermeiden.

New York: Innovative Wohnungsprojekte

In New York zum Beispiel versucht die Stadt, mit modularen Mikroapartments der Lage Herr zu werden. Was als Pilotprojekt vor wenigen Jahren begann, sollte auch in deutschen Ballungsgebieten Schule machen.

Die einzelnen Apartments wurden außerhalb von Manhattan in einem Hangar vorgefertigt und dann Stück für Stück zusammengestapelt. Ein wenig muss man sich das vorstellen wie Lego für Erwachsene.

Seite 3: Stadtplanung muss kreativer werden

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