Wie Immobilienanleger das Crowdinvesting nutzen

Auf welche Crowdinvesting-Plattform und welches Projekt die Wahl der Anleger fällt, hängt im Wesentlichen von der Höhe der Verzinsung ab: Da, wo es die attraktivste Rendite gibt, legen Investoren ihr Geld an. Dies gaben jeweils etwa 20 Prozent der 532 Befragten an. Ebenso relevant ist für sie die Laufzeit. Insgesamt 88 Prozent der Anleger bevorzugen eine Dauer von 12 bis 24 Monaten, wobei mit 52 Prozent der größere Anteil einen kürzeren Zeitraum von bis zu 18 Monaten vorzieht.

Auffällig: vor allem jüngere Anleger bevorzugen kurze Laufzeiten. Immerhin 17 Prozent achten bei dem Projekt auf den Standort, 54 Prozent bevorzugen dabei die Top-7-Städte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) und deren Einzugsgebiete. Für nur 22 Prozent kommen auch die B- Städte in Frage und nur acht Prozent honorieren es, wenn das Projekt in der eigenen Region realisiert wird. Überraschend, möchte man doch meinen, dass die Person den Bedarf vor Ort und gegebenenfalls den Track record des Projektentwicklers besser einschätzen könnte. Auch die Assetklassen (Gewerbe-, Wohn-, oder Sozialimmobilie) spielen keine entscheidende Rolle bei der Anlageentscheidung: Nur elf Prozent legen Wert auf die Art des Objektes. Ebenfalls nahezu irrelevant sind persönliche Empfehlungen von Freunden und Bekannten mit nur zwei Prozent der Stimmen. Hingegen sind Transparenz bei den vorgestellten Projekten (19 Prozent) und Qualität der vermittelten Projekte (15 Prozent) den Investoren deutlich wichtiger, wenn es darum geht, wem sie ihr Geld anvertrauen.

„Die neue Studie zeigt, dass Anleger von Crowdinvesting in Immobilien-Projekte nicht unerfahren sind, sondern ganz im Gegenteil, gezielt diese Anlageform zur Portfolio-Optimierung einsetzen. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, verteilen sie dabei ihr Geld auf mehrere Projekte. Weil sie informiert und mündig sind, würden wir es begrüßen, wenn die Bundesregierung auch die fixe Investment-Obergrenze von 10.000 Euro pro Projekt kippen würde“, sagt Henning Frank, CEO von Zinsland. (fm)

Foto: Shutterstock

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