DekaBank-Chef nimmt seinen Hut

Der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter DekaBank, Axel Weber (60), hat sein Amt niedergelegt. Nach Angaben des Geldinstituts ist er ?auf eigenes Ersuchen? zum Ende der Hauptversammlung vom 17. März ausgeschieden. Bis zur Bestellung eines neuen Vorstandschefs werde Vorstandsmitglied Fritz Oelrich (47), seine Aufgaben kommissarisch wahrnehmen.

Weber war im Zusammenhang mit der Krise des Deka ImmobilienFonds in die Kritik geraten. Ursache war ein Bestechungsskandal in der Frankfurter Immobilienwirtschaft, in den auch ein ehemaliger Geschäftsführer der Deka Immobilien GmbH involviert ist (cash-online berichtete). Die Geschäftsführung der Immobilientochter wurde daraufhin komplett ausgetauscht. Das Vertrauen der Anleger war jedoch erschüttert: Sie zogen im Jahr 2004 insgesamt 1,7 Milliarden Euro aus dem Fonds ab, im Januar 2005 waren es weitere 300 Millionen Euro. Weber hatte zuletzt mit der Ankündigung Aufsehen erregt, das Portfolio des Deka ImmobilienFonds möglicherweise komplett zu veräußern und den Fonds zu schließen (siehe cash-online vom 4. März 2005). Die DekaBank dementierte diese Pläne.

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