Reits: Ungelöste Steuerprobleme

Bei der geplanten Einführung von Real Estate Investment Trusts (Reits) in Deutschland zum Anfang des Jahres 2006 sind wesentliche steuerliche Fragen derzeit noch ungeklärt. Zu den Diskussionspunkten gehört die Besteuerung ausländischer Investoren. Eine Expertengruppe aus Bund- und Ländervertetern, die derzeit über die rechtlichen Rahmenbedingungen für Reits berät, hatte in einem kritischen Bericht vor Steuerschlupflöchern gewarnt.

Um diesem Problem vorzubeugen, hat die Initiative Finanzplatz Deutschland (IFD), die bereits einen Entwurf für die Regelung von Reits vorlegte, nach einem Bericht der ?Financial Times Deutschland? eine Quellensteuer für ausländische Anleger vorgeschlagen. Damit Ausschüttungen aus Reit-Anlagen nicht unversteuert ins Ausland fließen, soll demnach auf Dividenden aus Reits eine pauschale Steuer in Höhe von 20 Prozent einbehalten werden. Der Vorschlag wird derzeit diskutiert.

Ein weiterer Streitpunkt in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe ist, ob Unternehmen bei Überführung ihrer Immobilienbestände in einen Reit dabei aufgedeckte stille Reserven zu einem ermäßigten Steuersatz versteuern dürfen. Das Bundesfinanzministerium gibt sich trotzdem optimistisch, dass die strittigen Fragen gelöst werden können und erklärt, dass es der Reits-Einführung weiterhin positiv gegenüber stehe.

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