Deutsche Bank will Anleger entschädigen

Die Deutsche Bank hat in ihrer heutigen Bilanzpresse-konferenz angekündigt, die Anleger des offenen Immobilien-fonds grundbesitz-invest zu entschädigen. Vorstandschef Josef Ackermann betonte, alle Anleger würden inklusive der am 11. Januar gezahlten Ausschüttung keinen Verlust auf das eingesetzte Kapital erleiden. Zu diesem Zweck seien Rückstellungen in Höhe von 203 Millionen Euro gebildet worden um, ?das Vertrauen der Kunden in die Deutsche Bank zu erhalten?, so Ackermann.

Zuvor war lediglich ein Ausgleich für diejenigen in Aussicht gestellt worden, die innerhalb der vergangenen zwei Jahre Anteile des grundbesitz-invest erworben hatten. Die Deutsche Bank hatte den Fonds nach Berichten über Wertkorrekturen bei den Objekten und massiven Mittelabflüssen am
13. Dezember 2005 geschlossen.

Die Neubewertung der Immobilien wird laut Ackermann Ende Februar abgeschlossen sein. Das Fondsmanagement bereite die Wiedereröffnung des Fonds bereits in Abstimmung mit der Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-aufsicht vor. Nach einem Bericht der ?Financial Times Deutschland? werden die Wertkorrekturen ungefähr 200 Millionen Euro betragen und damit geringer ausfallen als erwartet (siehe cash-online von 1.2.2006).

Die Deutsche Bank hat im Geschäftsjahr 2005 ihren Gewinn vor Steuern um rund 50 Prozent auf 3,78 Milliarden Euro gesteigert. Der Aufsichtsrat verlängerte Ackermanns Vertrag bis zum Jahr 2010 und beförderte ihn zudem vom Sprecher zum Vorsitzenden des Vorstands.

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