Anzeige
Anzeige
22. Februar 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gewerbeimmobilien: Europa trotzt der Subprime-Krise

Die Direktinvestitionen in europäische Gewerbeimmobilien erreichten in 2007 insgesamt 244,1 Milliarden Euro, das sind vier Prozent weniger als in 2006.

Das Volumen in Kontinentaleuropa legte im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 173 Milliarden Euro zu. Lediglich Großbritannien stellt einen Sonderfall dar, hier sank das Volumen um 22 Prozent auf 71 Milliarden Euro. Das sind die zentralen Ergebnisse des jüngsten European Capital Market Bulletin, einer Marktstudie der internationalen Immobilienberatungsgesellschaft Jones Lang LaSalle (JLL), mit deutscher Niederlassung in Frankfurt.

Trotz im Rahmen der weltweiten Finanzmarkt-Krise gestiegener Kosten und geringerer Verfügbarkeit von Krediten erreichten einige Länder wie Belgien, Deutschland, Frankreich und Spanien neue Rekordvolumina. Im deutschen Markt nahm das Transaktionsvolumen mit rund 55 Milliarden Euro binnen Jahresfrist um elf Prozent zu (cash-online berichtete hier). Allerdings erwartet JLL-CEO Tony Horrell Anpassungen: ?Keine Frage, das Kapital wird weiter in die europäischen Immobilienmärkte fließen, aber wegen des gesunkenen Vertrauens und angesichts der Preiskorrekturen und niedrigerer Erträge zögerlicher. Während der britische Markt eine schnelle Preiskorrektur erfahren hat und 2008 wieder Ziel vieler Investoren werden dürfte, bewegen sich in Kontinentaleuropa die Preiserwartungen auf Verkäufer undKäuferseite immer noch nicht auf einer Linie.?

Den JLL-Experten zufolge hat sich der Transaktionsprozess im letzten Jahr europaweit verändert: Ein schmaleres Investorenspektrum und abnehmende Transaktionsgrößen gehen mit verzögerten Abschlüssen einher.

Nigel Roberts, Leiter des European Research bei JLL, erwartet für das Gesamtjahr 2008 einen Rückgang des europäischen Transaktionsvolumens um 25 Prozent. Allerdings werde es in der zweiten Jahreshälfte gelingen, den negativen Trend aufzuhalten, es komme wieder zu mehr Klarheit bei den Preisen und damit kehre das Vertrauen in den Markt zurück. Der Experte erwartet, dass der Anpassungsprozess in den beiden Schlussquartalen abgeschlossen sein und es in Folge dessen wieder zu aktiverem Handel kommen wird. (hb)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

“Mietpreisbremse allein ist machtlos”

In Berlin und München sind die Mieten nach Einführung der Mietpreisbremse noch schneller gestiegen als zuvor. Das geht aus einer Analyse von Immowelt hervor. Carsten Schlabritz, CEO von Immowelt fordert mehr Maßnahmen gegen steigende Mieten.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...