US-Fonds erwirbt LEG-Wohnungsportfolio

Die Landesentwicklungsgesellschaft Nordrhein-Westfalen (LEG NRW), Düsseldorf, und ihre 93.000 Wohnungen gehen für 3,5 Milliarden Euro an den Immobilienfonds Whitehall der US-Investmentbank Goldman Sachs, New York City. Das berichtet die Zeitung ?Financial Times Deutschland? (FTD) und beruft sich auf Düsseldorfer Regierungskreise.

Zunächst wurden dem Bochumer Wohnungskonzern Deutsche Annington die besten Chancen eingeräumt, den Zuschlag für die LEG zu bekommen. Whitehall habe den Konkurrenten lediglich knapp überboten. Auch der irische Investor David Tomkin sei bis zuletzt im Rennen gewesen.

Die LEG ist eines der größten Wohnungsunternehmen Deutschlands, den Entschluss, die Gesellschaft zu veräußern, traf das Kabinett im Oktober 2006. Der Wohnungsbestand sei sanierungsbedürftig aber weder die LEG noch das Land NRW hätten die finanziellen Mittel, so die Begründung damals.

Whitehall hat im Jahr 2004 bereits gemeinsam mit der US-Private-Equity-Gesellschaft Cerberus die GSW in Berlin mit einem Portfolio von 65.700 Wohnungen übernommen. Obwohl Politiker immer wieder betonen, die Auflagen für die Privatinvestoren seien streng und die Mieter der betroffenen Objekte ausreichend geschützt, steht fest: Langfristig müssen die Immobilien für die neuen Eigner vor allem kräftige Gewinne erwirtschaften, Mieterhöhungen sind insofern wahrscheinlich. (hb)

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