RICS-Umfrage: Nachhaltigkeit bleibt auf der Agenda

Das Thema Nachhaltigkeit bleibt für die Immobilienwirtschaft von zentraler Bedeutung – daran ändert auch das schwierige ökonomische und finanzielle Umfeld nichts. Das ist das Ergebnis des aktuellen „Global Commercial Property Sustainability Survey“ des internationalen Berufsverbands für Immobilienfachleute „Royal Institution of Chartered Surveyors“ (RICS).

So sind mehr als 40 Prozent der befragten Immobilienexperten der Ansicht, dass Nachhaltigkeit im zweiten Quartal dieses Jahres für sich und ihre Mandanten von größerer Bedeutung gewesen ist, als dies im entsprechenden Vorjahreszeitraum der Fall war. Nur zehn Prozent gaben an, dass dem Thema in diesem Jahr weniger Aufmerksamkeit beigemessen werde.

Besonders in Deutschland setzt man auf den Trend: 38 Prozent der Befragten halten das Thema für „sehr wichti“, 25 Prozent „wichtig“. Besonders die Versorgungssicherheit mit Energie und das Thema Energieeffizienz, sowie der Verbrauch von nicht-erneuerbaren Rohstoffen gewinne an Bedeutung, so die RICS-Umfrage.

Die Untersuchungen zeigen weiter, dass der wichtigste Anreiz für Unternehmen, sich mit Nachhaltigkeit zu beschäftigen, in deren Auswirkungen auf die Ertragslage liegt. Dahinter folgen eventuelle gesetzliche Verpflichtungen, Anforderungen von Mandanten und die dadurch mögliche positivere Unternehmensdarstellung.

Die Bereitschaft, für nachhaltiges Bauen die finanziellen Mittel zu erhöhen, ist laut der Studie bei der öffentlichen Hand am größten. Im Schnitt würden Behörden 9,6 Prozent mehr für nachhaltig errichtete und nutzbare Flächen bezahlen, gefolgt von den Unternehmen aus der Ölindustrie mit 9,2 Prozent, anderen Nutzern mit 7,2 Prozent und Investoren, die im Schnitt bereit wären 6,7 Prozent mehr für eine entsprechende Immobilie zu zahlen. (hb)

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