Anzeige
23. Dezember 2010, 13:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Dr. Klein-Trendindikator: Finanzierung wird teurer

Zum zweiten Mal in Folge ist die Baufinanzierungs-Standardrate im November auf nun 736 Euro angestiegen. Dem Anstieg von 20 Euro im Oktober folgte in diesem Monat ein weiterer Anstieg von 22 Euro. Das zeigt der Dr. Klein Trendindikator Baufinanzierung (DTB), der monatlich auf Basis von rund zehntausend über die Europace-Plattform abgeschlossenen Immobilienfinanzierungen ermittelt wird.

Gawarecki-127x150 in Dr. Klein-Trendindikator: Finanzierung wird teurer

Stephan Gawarecki, Dr. Klein

“Die Finanzierungskosten für das Eigenheim ziehen damit zwar an, im Vergleich zum November vergangenen Jahres ist die Standardrate aber noch immer 85 Euro beziehungsweise 10,4 Prozent günstiger”, kommentiert Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher von Dr. Klein & Co. AG, die Ergebnisse des DTB. Die Standardrate zeigt an, wie viel ein durchschnittliches Darlehen von 150.000 Euro an monatlicher Rate kostet. Für den weiteren Anstieg dieser Kennziffer seien die weiter steigenden Zinsen verantwortlich. “Seit dem historischen Tiefststand im August 2010 beobachten wir einen stetigen Anstieg. Aufgrund der allgemein wirtschaftlichen Situation rechnen wir damit, dass sich dieser Trend in den nächsten Monaten fortsetzen wird”, so Gawarecki weiter.

In Folge des Zinsanstiegs sank laut DTB auch der Tilgungssatz im November im Vergleich zum Oktober um 2,15 Prozent auf 1,82 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat (November 2009) wird jedoch im Schnitt 15,9 Prozent mehr getilgt, denn das aktuelle Zinsniveau liegt noch immer unter dem vergleichbaren Vorjahreswert (November 2009: 1,57 Prozent Tilgung). “Steigende Zinsen belasten das monatliche Budget. Es bleibt weniger Geld für die laufende Tilgung der Kredite übrig. Bei der Wahl des ‘richtigen’ anfänglichen Tilgungssatzes sind unbedingt die persönlichen, finanziellen Verhältnisse zu berücksichtigen, da die Summe aus Zins und Tilgung jeden Monat erbracht werden muss”, rät der Dr. Klein-Vorstandssprecher.

In Sachen Sollzinsbindung empfiehlt er: “Darlehen mit langer Laufzeit garantieren planbare Kosten. Variable Zinsen sind dem gegenüber zumindest in der kurzen Frist günstiger. Aber auch langfristig können sie günstiger sein. Variable Finanzierungen sind jedoch mit sehr hohen Risiken verbunden. Wir haben für die letzten 20 Jahre errechnet, dass man bei einer variablen Finanzierung gegenüber einer Festzinsfinanzierung fast die Hälfte der Zinsen eingespart hätte, allerdings in der Spitze mit Zinsen von über zehn Prozent in der variablen Finanzierung. Da die wenigsten Privatkunden für solche Zinsspitzen ausreichend Liquidität zur freien Verfügung haben, raten wir zur planbaren, sicheren Variante eines Festzinses. Bei der aktuellen Zinssituation ist der Festzins in jedem Fall vorzuziehen, da dieser zurzeit sehr lang und zu sehr günstigen Konditionen abgeschlossen werden kann.” Mit den steigenden Zinsen zeichne sich weiter ein Trend zu kürzeren Sollzinsbindungen ab. “Sofern es die eigenen Verhältnisse erlauben, halten wir nach wie vor lange Zinsbindungen für vorteilhaft”, so Gawarecki.

Seite 2: Welche Darlehenshöhen und -formen sind gefragt?

Weiter lesen: 1 2

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

2 Kommentare

  1. […] im November auf nun 736 Euro angestiegen. Dem Anstieg von 20 Euro […] Cash.Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen Share and […]

    Pingback von Dr. Klein-Trendindikator: Finanzierung wird teurer | Mein besster Geldtipp — 24. Dezember 2010 @ 02:04

  2. Die EZB wird die Zinsen in 2011 mit Sicherheit erhöhen – und die Banken geben es direkt an den Kunden weiter.

    Langfristige Kreditaufnahme 10-15 Jahre wäre mit Sicherheit nicht verkehrt!

    Kommentar von Onassis — 23. Dezember 2010 @ 20:43

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...