HPX-Hauspreisindex insgesamt leicht fallend

Mit der wirtschaftlichen Erholung steigen auch die Immobilienpreise für Apartments und neugebaute Ein- und Zweifamilienhäuser weiter leicht an. Ein- und Zweifamilienhäuser aus dem Bestand jedoch verlieren kräftig an Wert und ziehen den vom Berliner Finanzdienstleister Hypoport erhobenen hedonischen Hauspreisindex (HPX) für den Februar 2010 im Vergleich zum Vormonat nach unten.

hauspreisindexLaut Hypoport spricht das immer noch niedrige Zinsniveau für den Immobilienkauf. Belastend wirkten sich jedoch die Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt, sinkende Reallöhne und die Staatsverschuldung aus. Gerade bei Bestandshäusern scheint die Nachfrage gemäß Hypoport-Zahlen verhalten zu sein, was zusätzlich zu den Unsicherheiten am teuren Sanierungsbedarf durch steigende Baustoffpreise sowie saisonalen Effekten liegen könnte. Aussichten auf Preissteigerungen seien für das Bestandssegment daher eher unwahrscheinlich.

Die HPX-Preisindizes im Detail:

Fallend: Gesamtindex

Monat Indexwert Monatliche Veränderung
Februar 2010 288,71 – 0,63 %
Januar 2010 290,53 + 0,29 %
Dezember 2009 289,70 – 0,06 %

Im Februar fällt der Gesamtindex im Vergleich zum Vormonat um 0,63 Prozent (Januar 2010: 290,53), was laut Hypoport allein auf den starken Abfall im Bereich Bestandshäuser zurückzuführen ist. Während die Indizes für Neubauten und Eigentumswohnungen konstant bleiben, steht der Wert für Bestandsimmobilien auf dem tiefsten Stand seit fünf Jahren. Im Dreimonatsvergleich fällt der Gesamtindex leicht ab (November 2009: 289,88) und liegt mit aktuell 288,71 Punkten um 0,85 Prozent unter dem Vorjahreswert von 291,19 Zählern.

Stabil: Werte für Eigentumswohnungen

Monat Indexwert Monatliche Veränderung
Februar 2010 97,59 + 0,01 %
Januar 2010 97,58 + 0,44 %
Dezember 2009 97,15 – 1,04 %

Der Wert für Eigentumswohnungen bleibt mit 97,59 Punkten stabil (Januar 2010: 97,58). Im Jahresvergleich zeigt sich eine leichte Steigerung um 0,22 Prozent (Februar 2009: 97,38). Im Dreimonatsvergleich bleibt der Index um 0,59 Prozent unter dem Wert von 98,17 Punkten im November 2009.

Leicht steigend: Werte für neue Ein- und Zweifamilienhäuser

Monat Indexwert Monatliche Veränderung
Februar 2010 104,47 + 0,19 %
Januar 2010 104,27 + 0,72 %
Dezember 2009 103,52 + 0,65 %

Auch im Februar setzt sich der Trend der letzten Monate fort: der Index für Neubauten steht mit 104,47 Punkten um 0,19 Prozent über dem Wert des Vormonats und um 1,58 Prozent über dem Wert von November 2009 (November 2009: 102,85). Vor einem Jahr erreichte der Index seinen Höchststand (Februar 2009: 104,70). Unter diesem Höchstwert liegt der aktuelle Index um 0,22 Prozent zurück.

Stark fallend: Werte für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser

Monat Indexwert Monatliche Veränderung
Februar 2010 86,65 – 2,29 %
Januar 2010 88,68 – 0,39 %
Dezember 2009 89,03 + 0,19 %

Um 2,29 Prozent geht der Indexwert für Bestandhäuser im Vergleich zum Vormonat zurück (Januar 2010: 88,68). Insgesamt ist dies der stärkste bisher verzeichnete monatliche Rückgang. Mit 86,65 Punkten erreicht der Index damit den tiefsten Stand seit Beginn der Berechnungen. Der bisherige Tiefstand war mit 87,49 Punkten im April 2009 erreicht. Im Dreimonatsvergleich verliert der Index 2,49 Prozent (November 2009: 88,86), im Jahresvergleich um 2,79 Prozent (Februar 2009: 89,11). (te)

Foto: Shutterstock

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