„Internetportale können Beratung nicht ersetzen“

Online-Marktplätze werden in der Immobilienvermarktung immer wichtiger. Dabei sind die Portale inzwischen weit mehr als nur Schnittstelle von Angebot und Nachfrage, erklärt Marc Stilke, CEO und Sprecher von Immobilienscout 24, im Cash.-Interview.

Marc Stilke
Marc Stilke

Cash.: Welche Services haben Sie für Käufer rund um die Immobiliensuche integriert?

Stilke: Wir unterstützen Käufer beispielsweise mit der Möglichkeit, ein Objekt bewerten zu lassen. Dies erfolgt online nach dem Vergleichswertverfahren. Die Vergleichswerte bilden dabei andere inserierte Immobilien mit ähnlichen Objekteigenschaften in der jeweiligen Region. Wir bieten zudem eine Ausschreibungsplattform für Immobilienfinanzierungen an. Hier können Käufer nach dem Reverse-Prinzip um das beste Finanzierungsangebot bieten lassen. Weitere Dienste werden folgen.

Cash.: Sie haben angekündigt, ein Marketingdienstleister für Verkäufer wie beispielsweise Bauträger zu werden. Wie weit sind Sie?

Stilke: Unser Bauträgerpaket geht schon heute weit über die klassische Insertion hinaus. Es umfasst eine regionale Nachfrageanalyse, die Erstellung von Exposés und Projektseiten sowie die Suchmaschinenoptimierung. Noch in diesem Jahr werden wir die Möglichkeit zur Erstellung virtueller 3D-Rundgänge integrieren. Damit übernehmen wir heute schon Aufgaben einer klassischen Webagentur – mit dem Unterschied, dass wir neben Online- auch immobilienwirtschaftliches Know how mitbringen. Auch für Makler bieten wir zusätzliche Services. Im August haben wir eine webbasierte Maklersoftware auf den Markt gebracht. In Kürze bringen wir Maklerapplikationen für Facebook und das I-Pad.

Cash.: Inwieweit kooperieren Sie mit alternativen Wegen der Immobilienvermarktung?

Stilke: Wir haben aktuell über 30.000 gewerbliche Kunden, die über uns ihre Objekte vermarkten.Dazu zählen neben Hausverwaltungen und anderen gewerblichen Bestandhaltern vor allem Makler und Banken, aber auch Finanzvertriebe. Mit den großen Maklerverbänden und -vereinigungen, wie etwa dem IVD, dem RDM oder Engel & Völkers, existieren zudem enge Partnerschaften. Deren Mitglieder können unsere Services zu Vorteilsbedingungen nutzen.

Seite 2: Wo bleibt die Beratung im Internet?

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