King Sturge: Immobilienklima zieht wieder an

Der monatlich von King Sturge in Zusammenarbeit mit Bulwien Gesa erhobene Immobilienkonjunktur-Index hat im Februar – nach einem Abfall der Klimawerte zu Jahresbeginn – wieder den Wachstumskurs des Vorjahres aufgenommen – allerdings mit nachlassender Dynamik. Dies geht aus der Befragung von rund 1.000 Marktteilnehmern hervor.

kingsturgeIm Februar ist das umfragebasierte Immobilienklima um zwei Prozent von 82,9 Zählerpunkten auf 84,6 gestiegen. Dies ist vor allem auf das 6,9-prozentige Wachstum des Ertragsklimas zurückzuführen, das im Februar auf 74,2 Zähler steigt (Vormonat: 69,4). Trotz der laut King Sturge besseren Erwartungen hinsichtlich der Flächennachfrage und Mietpreisentwicklung kann der 8,1-prozentige Verlust des Vormonats nicht kompensiert werden. Das Investmentklima, Indikator für Investitions- und Kaufmöglichkeiten und zweiter Teilbereich des Immobilienklimas, hat seinen Aufwärtstrend des vergangenen Jahres gebrochen und ist leicht um 1,9 Prozent auf aktuell 95,3 Punkte (Vormonat: 97,2) gesunken.

„Die nur verhalten positiven Ergebnisse der Februar-Umfrage zum King Sturge Immobilienkonjunktur-Index zeigen einmal mehr, dass sich die Marktteilnehmer der nach wie vor erheblichen Risiken an den Finanzmärkten bewusst sind“, sagt Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland. „Vor dem Hintergrund der Kreditrisiken am US-Gewerbeimmobilienmarkt sowie der Unsicherheiten an den Währungs- und Anleihenmärkten besteht für Euphorie in der Tat kein Anlass. Trotz der Zurückhaltung auf der Investorenseite spüren wir mittlerweile dennoch wieder ein zunehmendes Interesse ausländischer Investoren am deutschen Markt. Investoren aus UK und USA sind zurück, hinzu kommen neue Interessenten unter andereme aus Asien und dem arabischen Raum.“

Die verhaltene Stimmung im Immobilienmarkt spiegelt sich nach Angaben von King Sturge in dem moderaten Anstieg aller Segmentklimata wider. Dabei steigt die Einschätzung von Büroimmobilien im Februar mit 3,4 Prozent am stärksten auf 63,2 Zähler (Vormonat: 61,1). Dies hat jedoch nicht den großen Stimmungseinbruch von 8,7 Prozent im Januar ausgelichen. Einzelhandelsimmobilien haben im Februar mit 88,3 Zählern (Vormonat: 87,2) ihre beste Beurteilung seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Herbst 2008 erreicht. Der Höhenflug von Wohnimmobilien als beliebteste Asset-Klasse hat sich im Februar fort forgesetzt: Das Wohnklima ist um 1,1 Prozent von 130,8 auf 132,2 Zählerpunkte gestiegen und hat somit sein Niveau zu Beginn der Erhebung im Januar 2008 übertroffen.

Die aus den makroökonomischen Daten von Dax, Dimax, ifo und Zinsen ermittelte Immobilienkonjunktur unterstreicht laut King Sturge den zaghaften Stimmungsaufstieg der Marktakteure durch harte Fakten. Mit einem Wachstum von 5,5 Prozent auf 168,7 Zähler (Vormonat: 159,9) hat die Immobilienkonjunktur einen ihrer größten Zuwächse der vergangenen zwei Jahre verzeichnet. „Neben den zuversichtlich stimmenden gesamtwirtschaftlichen Daten  beobachten wir trotz bestehender Unsicherheiten, dass die Erfolgsaussichten auch für größere Deals besser geworden sind als im vergangenen Jahr“, so Hettrich. „Die im vergangenen Jahr noch weit geöffnete Schere der unterschiedlichen Preisvorstellungen zwischen Käufer und Verkäufer scheint sich zunehmend zu schließen, damit werden die Marktbedingungen realistischer und damit einhergehend das Transaktionsvolumen größer.“ (te)

Foto: Shutterstock

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