29. November 2010, 12:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Offene Immobilienfonds: Gegenvorschläge vom BVI

Der BVI Bundesverband Investment und Asset Management, Frankfurt, hat sich in das laufende Verfahren zur Regulierung offener Immobilienfonds mit weitreichenden Vorschlägen zur Nachbesserung des Gesetzentwurfs eingeschaltet.

Bueroturm-topteaser-shutt 46606915 in Offene Immobilienfonds: Gegenvorschläge vom BVI

Der Verband schlägt unter anderem vor, die Mindesthaltefrist auf ein Jahr zu verkürzen. Dies regt der BVI in seiner Stellungnahme an den Bundestagsfinanzausschuss an, der am 1. Dezember 2010 eine öffentliche Anhörung zum Regierungsentwurf des Anlegerschutzgesetzes durchführt. Demnach soll bei normalen Publikumsfonds die Haltefrist auf ein Jahr reduziert und für institutionelle Anleger zusätzlich eine Kündigungsfrist von einem Jahr eingeführt werden. Der Entwurf des Kabinetts sieht dagegen eine Mindesthaltefrist von zwei Jahren vor. Außerdem sollen nach dem Willen des BVI für professionelle Anleger separate Fonds eingeführt werden.

Maßnahmenpaket sieht Bestandsschutz und Teilungslösung vor
Zu den weiteren Maßnahmen, die der BVI vorschlägt, gehört auch ein umfassender Bestandsschutz für Altanleger offener Immobilienfonds, um mögliche Unsicherheiten im Zeitraum zwischen Beschlussfassung und Wirksamwerden der Neuregelungen zu vermeiden. Darüber hinaus sollen Auszahlpläne jederzeit bedient werden dürfen. Anstelle der Zwangsauflösung eines offenen Immobilienfonds (OIF) soll laut BVI ein Teilungsmodell stehen.

Zudem regt der Verband an, dass die Bewertung der Fondsimmobilien künftig vierteljährlich erfolgt anstatt wie im Gesetzentwurf vorgesehen bis zu einmal im Monat. „Diese Vorschläge ergänzen den Entwurf der Bundesregierung und dienen insbesondere dem Schutz der Privatanleger. Damit werden OIFs für Anleger, die risikogestreut an den Wachstumsperspektiven der Immobilienmärkte teilhaben möchten, stabiler und noch attraktiver“, sagt BVI-Hauptgeschäftsführer Stefan Seip.

Seite 2: Wie der BVI Abwicklungen von Fonds künftig vermeiden will

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bilanz 2019: Stuttgarter Versicherung mit zweistelligem Plus in der bAV

Die Stuttgarter Versicherung hat ihre Geschäftszahlen für 2019 vorgelegt. Das Unternehmen meldet aus allen Sparten Zuwächse. Insbesondere die betriebliche Altersvorsorge verzeichnete Steigerungen im zweistelligen Prozentbereich. Und auch das Geschäft mit der nachhaltigen sowie fondsgebundenen Altersvorsorge floriert. 

mehr ...

Immobilien

Blick ins Grundbuch: Was alles wichtig ist

Ob für den Immobilienkauf oder -verkauf, am Grundbuchauszug führt kein Weg vorbei. Denn der Grundbuchauszug enthält alle notwendigen Informationen, die für den Kauf- oder Verkaufsprozess bei Immobilien wichtig sind. Was genau ein Grundbuchauszug ist und wo der Antrag zur Grundbucheinsicht gestellt werden kann, erklären die Experten des Full-Service Immobiliendienstleisters McMakler.

mehr ...

Investmentfonds

China: Vom Schwarzen Schwan zum Seeungeheuer?

Wird sich der einfache Schwarze Schwan namens Coronavirus als Seeungeheuer entpuppen, das immer wieder auftaucht und die Volatilität an den Börsen nachhaltig beeinflussen könnte? Ein Gastbeitrg von Olivier de Berranger, Chief Investment Officer, und Enguerrand Artaz, Fondsmanager, La Financière de l‘Échiquier.

mehr ...

Berater

So teuer wie nie: Trotz Klimapaket steigen die Strompreise

Wer ein Unternehmen führt, muss nicht nur den Stromverbrauch, sondern auch die korrespondierenden Kosten im Auge behalten. Obwohl der Preis für Gewerbestrom grundsätzlich unter dem für Privatkunden liegt, betrifft viele Betriebe die Erhöhung der Strompreise – vor allem kleine und mittelständische Unternehmen tragen gemeinsam mit Privathaushalten einen Großteil der Kosten. In diesem Jahr steigert jeder zweite Grundversorger die Aufwendungen für Energie.

mehr ...

Sachwertanlagen

UDI-Emission “te Solar Sprint IV” vor dem Totalverlust?

Die Emittentin der im Oktober 2016 aufgelegten Vermögensanlage “te Solar Sprint IV” warnt vor der Gefahr eines vollständigen Forderungsausfalls eines ausgereichten Nachrangrangdarlehens. Den Anlegern droht dann wohl der Totalverlust ihres Investments.

mehr ...

Recht

„Jetzt kann Mietendeckel-Wahnsinn gestoppt werden“

„Das Land Berlin begeht mit dem Gesetz zum Mietendeckel einen offenen Verfassungsbruch. Dieser Wahnsinn muss schnellstmöglich durch das Bundesverfassungsgericht gestoppt werden. Wir begrüßen sehr, dass der Antrag auf ein Normenkontrollverfahren nun die erforderliche Unterstützung im Bundestag hat. Jetzt kann dieser wohnungspolitischen Geisterfahrt in Karlsruhe ein Ende gesetzt werden“, sagte Andreas Ibel, Präsident des BFW Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, heute in Berlin.

mehr ...