Schwäbisch Hall verliert Neugeschäft und Marktanteil

Auch Deutschlands größter Bausparkasse Schwäbisch Hall hat die Finanz- und Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht. Das Neugeschäft der Stuttgarter umfasste 801.000 Verträge und schrumpfte damit um 21 Prozent auf eine Bausparsumme von 25,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilt.

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Matthias Metz, Schwäbisch Hall

Der negative Trend beim Neugeschäft wird allerdings durch die Rekordsumme von 32 Milliarden Euro relativiert, die Schwäbisch Hall im Vorjahr 2008 bei Kunden einsammeln konnte.

Viele Kunden hätten wegen Änderungen bei der Wohnungsbauprämie bereits 2008 einen neuen Bausparvertrag abgeschlossen, so das Unternehmen. Zudem sei die Bereitschaft zu längerfristigen Geldanlagen im Zuge der Finanzkrise gesunken.

Zum 31. Dezember 2009 betreute Schwäbisch Hall laut eigenen Angaben 6,7 Millionen Kunden, die 7,1 Millionen Verträge über ein Bausparvolumen von 215 Milliarden Euro unterhielten. Schwäbisch Hall büßte damit nach eigenen Angaben in Deutschland zwei Prozentpunkte an Marktanteil ein und kommt nun auf 28 Prozent. Der Branchenzweite Wüstenrot & Württembergische (W&W) machte hingegen Boden gut und kam auf rund 11,5 Prozent (plus 2,5 Prozentpunkte).

Für das begonnene Geschäftsjahr zeigt sich der Schwäbisch-Hall-Vorstandsvorsitzende Dr. Matthias Metz indes zuversichtlich, nachdem es bereits zum Jahresende 2009 einen deutlichen Aufwärtstrend gegeben habe. (hb)

Foto: Schwäbisch Hall

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