Beste Chancen auf mietfreie Zeit in Berliner Gewerbeobjekten

Neumieter von Gewerbeimmobilien können am ehesten in der Bundeshauptstadt auf eine mietfreie Zeit hoffen. Aber auch in anderen deutschen Städten ist seitens der Vermieter die Bereitschaft gegeben, potenziellen Mietern bei den Konditionen entgegenzukommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des Portals Immobilienscout 24.

berliner bär flaggeAbseits der guten Lauf- und Adresslagen kann Leerstand ein strukturelles Problem sein. Die überwiegende Mehrheit der deutschen Gewerbeimmobilienvermarkter (90 Prozent) komme ihren Kunden deshalb wenn nötig bei den Mietkonditionen entgegen, so die Ergebnisse der Befragung. Am weitesten verbreitet seien in diesem Fall flexible Vertragslaufzeiten. Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen (67 Prozent) seien grundsätzlich bereit, über diesen Punkt nochmals zu verhandeln. Weitere oft genutzte Incentives seien Mietminderungen (58 Prozent), mietfreie Zeiten (58 Prozent) sowie die Übernahme der Renovierungskosten (52 Prozent).

Bei der Bereitschaft zur Incentivierung gebe es laut der Untersuchung jedoch regionale Unterschiede. Während etwa in Stuttgart nur 42 Prozent der Vermieter bereit seien, die Mietpreise zu verringern, sei dies für beinahe 60 Prozent der Berliner Unternehmen tägliche Praxis. Und auch bei der Gewährung mietfreier Zeiten seien Berliner Vermieter Spitze: 71 Prozent aller in der Hauptstadt ansässigen Unternehmen müssten Neumieter von Gewerbeimmobilien regelmäßig mit mietfreien Zeiten ködern. In Stuttgart machten dies gerade einmal 40 Prozent der Gewerbeimmobilienvermarkter.

Die häufigsten Incentives bei der Gewerbeimmobilienvermarktung laut der Untersuchung:

1. Flexible Vertragsgestaltung (67 Prozent)

2. Verringerung der Miete (58 Prozent)

3. Mietfreie Zeit (58 Prozent)

4. Übernahme der Renovierungskosten (52 Prozent)

5. Revitalisierung der Immobilie (38 Prozent)

„Vor allem Mieter von Einzelhandelsflächen bestehen heute oft auf eine flexible Vertragsgestaltung. Anbieter von Objekten in B- und C-Lagen haben hier oft nur wenig Verhandlungsspielraum“, berichtet Dagmar Faltis, Geschäftsleitung Gewerbeimmobilien bei Immobilienscout 24.

Für die repräsentative Studie „Aktuelle Trends im Gewerbeimmobilienmarkt“ im Auftrag von Immobilienscout 24 befragte  das Marktforschungsinstitut Mindline Energy im Dezember über 800 Unternehmen, die Gewerbeimmobilien vermieten. Zu den befragten Unternehmen zählen Banken, Finanzdienstleister, Hausverwaltungen, Immobiliengesellschaften sowie Maklerunternehmen. (te)

Foto: Shutterstock

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