17. Januar 2011, 11:45
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HPX: Hauspreisindex erneut leicht rückläufig

Zum Jahresende 2010 hat der HPX-Gesamtindex zum zweiten Mal in Folge einen kleinen Rückgang verzeichnet. Im Dezember haben die Einzelindizes für Wohnimmobilien unterschiedlich auf den Anstieg der Finanzierungszinsen und der Baukosten reagiert. Eigentumswohnungen haben an Attraktivität eingebüßt, während die Preise für Neubauten und Bestandsimmobilien durch höhere Kosten angestiegen sind. Das zeigt die Erhebung des Finanzdienstleisters Hypoport.

Hauspreisindex-127x150 in HPX: Hauspreisindex erneut leicht rückläufig Mit einem Punktestand von 100,01 Punkten steht der Gesamtindex im Dezember um 0,15 Prozent unter seinem Vormonatswert und damit auf demselben Niveau wie vor drei Monaten (September 2010: 100,01 Punkte). Hauspreise, sowohl für Neubau als auch für Bestand, haben im Dezember zugelegt. Demgegenüber erfuhr der Index für Eigentumswohnungen, der über ein halbes Jahr hinweg kontinuierlich anstieg, erstmals eine Korrektur nach unten. Im Jahresvergleich steht der Gesamtindex um 3,56 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahresmonat (Dezember 2009: 96,57 Punkte).

Laut Bewertung und Prognose der Berliner ist das Umfeld neben einem guten Geschäftsklima von anziehenden Zinsen geprägt. Neben Kapitalkosten stiegen auch die Kosten für Rohstoffe, die für Eigenheime genutzt werden, an. Durch zunehmende Baukosten würden sich sowohl der Neubau als auch die Modernisierung verteuern. Erste Anzeichen dafür spiegeln demnach die HPX-Indexwerte für Dezember wieder. Der steile Anstieg im Index für Eigentumswohnungen, der auch darin begründet war, dass Apartments als Anlageobjekt in den vergangenen Monaten genutzt wurden, lässt mit steigenden Zinsen wieder nach. Für 2011 ist laut Hypoport von steigenden Preisen in allen drei Segmenten auszugehen. Am deutlichsten würden Neubauten im ersten Halbjahr ihren Wert steigern.

Eigentumswohnungen stark sinkend

Erstmals seit Mai 2010 ist der Index für Eigentumswohnungen gesunken. Mit einem Rückgang von 1,4 Prozent steht der Preisindex für Apartments im Dezember bei 100,04 Punkten. Dies entspricht einem Plus von 0,17 Prozent im Dreimonatsvergleich (September 2010: 99,87 Punkte) und einem Anstieg von 2,97 Prozent im Zwölfmonatsvergleich (Dezember 2009: 97,15 Punkte). Damit stand der Index für Eigentumswohnungen über das gesamte Jahr 2010 hinweg über den vergleichbaren Werten der Vorjahresmonate.

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser stabil

Der Neubauindex ist im Dezember um 0,35 Prozent auf 107,46 Punkte angestiegen. Damit liegt der Index für Neubaupreise um 3,81 Prozent über seinem Vorjahreswert vom Dezember 2009 (103,52 Punkte). Auch im Dreimonatsvergleich steht der aktuelle Wert um 0,24 Prozent über dem Septemberwert von 107,20 Punkten. Insgesamt hat der Neubauindex damit den höchsten Punktestand seit Beginn der Berechnungen erreicht.

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser schwankend

Auch im Bestand sind die Preise im Dezember angezogen. Nach einem starken Preisabfall im November (minus 1,02 Prozent) steigt der Index für Bestandsimmobilien im Dezember um 0,66 Prozent auf 92,52 Prozent an. Der Index befindet sich damit um 0,45 Prozent unter seinem Stand vom September 2010 (92,94 Punkte). Gleichzeitig liegt er um 3,92 Prozent über dem Stand vom Dezember 2009 (89,03 Punkte). (te)

Foto: Shutterstock

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