Kanam US-Grundinvest: Abwicklung fast abgeschlossen

Die Auflösung des Kanam US-Grundinvest Fonds ist fast abgeschlossen. Die Fondsgesellschaft teilte mit, dass für alle 17 Objekte des offenen Immobilienfonds Käufer gefunden wurden.

closed-geschlossen-shutt_26561308 Zum Ende des Geschäftsjahres am 31. März 2011 hatte der auf Nordamerika spezialisierte Fonds 15 der insgesamt 17 Immobilien des Portfolios veräußert. Nach Angaben von Kanam wurde wenige Tage später der Verkauf der letzten beiden Immobilien vorvertraglich gesichert. Damit sei die Verkaufsphase nun nahezu vollständig abgeschlossen. Die Anleger sollen im Juni 2011 die zweite große Auszahlungstranche erhalten. Im Dezember 2010 hatte der Fonds bereits die erste Tranche in Höhe von rund 250 Millionen US-Dollar an seine Anleger ausgezahlt.

Kanam hatte am 30. September 2010 die Abwicklung des seit Oktober 2008 eingefrorenen Kanam US-Grundinvest angekündigt. Die Gesellschaft teilte mit, eine repräsentative Umfrage unter Vertriebspartnern hätte ergeben, dass bei einer Wiedereröffnung des Fonds Rückgabeverlangen der Anleger in Höhe von rund 300 Millionen US-Dollar zu erwarten seien. Damit sei die Option der nachhaltigen Fortführung des Fonds ausgeschieden.

Nach Angaben von Kanam weicht das Verkaufsergebnis im Berichtszeitraum um minus 3,8 Prozent von der letzten turnusgemäßen Bewertung der Objekte ab. Dieses Ergebnis bestätige, dass die Immobilien angemessen bewertet gewesen seien. Nach Veräußerung von 15 Objekten liegt das Anlageergebnis des Kanam US-Grundinvest nach BVI-Methode zum Stichtag des 31. März 2011 bei minus 15,3 Prozent. Nach Unternehmensangaben seien im Zuge der Objektverkäufe Vorfälligkeitsentschädigungen von rund 24 Millionen US-Dollar und allein beim Verkauf von zwei indirekt gehaltenen Immobilen Steuerbelastungen in Höhe von rund 54 Millionen US-Dollar angefallen. Dazu kämen Verkaufsnebenkosten. Ein Anleger, der von Anfang an im Kanam US-Grundinvest Fonds investiert gewesen sei, habe zum Stichtag 31. März 2011 dennoch einen Anlageerfolg von insgesamt 20,1 Prozent erzielt. (bk)

Foto: Shutterstock

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