Anzeige
3. August 2011, 17:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

King-Sturge-Index: Immobilienbranche positiv gestimmt

Der King Sturge Immobilienkonjunktur-Index weist für den Monat Juli einen Anstieg aus. Das Immobilienklima, das die Stimmung der Marktteilnehmer spiegelt, zog in diesem Zeitraum um 1,8 Prozent an.

Haus-index2-shutt 34927417-127x150 in King-Sturge-Index: Immobilienbranche positiv gestimmt Während die Gesamtwirtschaft derzeit eine Abkühlung auf hohem Niveau erlebt, zeigt sich die Immobilienwirtschaft nach Aussage von Jones Lang LaSalle (JLL) davon unbeirrt. JLL hatte den Immobilienberater King Sturge Ende Mai übernommen.

Das umfragebasierte Immobilienklima des monatlich erhobenen King-Sturge-Index kletterte im Juli um 1,8 Prozent auf 143,9 Zählerpunkte (Vormonat: 141,5). Die leichte Aufwärtsbewegung werde vor allem durch das Investmentklima hervorgerufen, das um 2,0 Prozent zulegte und aktuell bei 147,1 Zählern liege (Vormonat: 144,3). Somit schätzten die über 1.000 befragten Marktteilnehmer derzeit Kauf- und Investitionsentscheidungen fast wieder so vielversprechend ein wie zum Höchststand im Februar 2011 (149,8 Zähler).

Auch das Ertragsklima, zweiter Teilindikator des Immobilienklimas, das die Erwartung zur Mietentwicklung anzeigt, verzeichnet laut JLL eine Zunahme von 138,7 auf 140,8 Punkte. Die oszillierende Auf- und Abwärtsbewegung der vergangenen Monaten zeige, dass sich der eingeleitete Seitwärtstrend anscheinend konsolidiere.

„Überraschen kann das nicht“, erklärt Helge Scheunemann, Head of Research Deutschland von Jones Lang LaSalle. „Auf der einen Seite lässt die Dynamik der Weltkonjunktur nach, was zu einer Abkühlung der deutschen Exportwirtschaft führt. Auf der anderen Seite verunsichern die Euro-Schuldenkrise sowie die quasi in letzter Minute abgewendete Zahlungsunfähigkeit der USA die Märkte.“ Trotz der globalen Unsicherheiten sei die deutsche Immobilienwirtschaft aber nach wie vor in robuster Verfassung. “Alles deutet darauf hin, dass die Transaktionsvolumina und Vermietungsgeschäfte weiter zulegen. Hier zeigt sich, dass der deutsche Immobilienmarkt weiterhin von seiner Solidität als attraktiver Investitionsstandort profitiert“, so Scheunemann.

Auch die unterschiedlichen Teilsegmente des Immobilienmarktes verzeichnen einen Anstieg. Am stärksten fällt dieser bei den Wohnimmobilien aus, wo der Indexstand um 3,5 Prozent auf 167,2 Zählerpunkte zulegte und damit einen neuen Höchststand seit Beginn der Erhebung im Februar 2008 erzielt. Das Klima für Handelsimmobilien nahm um 2,9 Prozent auf 141,3 Zähler zu. Büroimmobilien hingegen wurden mit 136,1 Punkten nur marginal besser eingeschätzt als im Vormonat (135,8 Punkte).

Im Einklang mit der anziehenden Stimmung in der Immobilienwirtschaft bewegt sich laut JLL auch die makroökonomische Immobilienkonjunktur nach oben. Sie basiert auf der statistischen Auswertung von ifo-Geschäftsklimawerten, Dax, Dimax, Zinsen und Staatsanleihen. Allerdings fällt die Zunahme mit 0,05 Prozent schwach aus. „Die Wachstumsraten der Immobilienkonjunktur reduzieren sich seit einigen Monaten. Scheinbar etabliert sich hier ebenso wie bei den Stimmungswerten ein Seitwärtstrend“, kommentiert Scheunemann. In den kommenden Monaten werde sich erweisen, ob sich die Immobilienwirtschaft positiv von der gesamtkonjunkturellen Entwicklung abkoppeln könne. (bk)

Foto: Shutterstock

Anzeige

1 Kommentar

  1. Religion oder Leben

    “Wenn wir einmal die Natürliche Wirtschaftsordnung erleben, dann braucht man sie nicht mehr in Büchern zu studieren, dann wird alles so klar, so selbstverständlich. Wie bald wird dann auch die Zeit kommen, wo man den Verfasser bemitleiden wird, nicht aber, wie es heute noch geschieht, weil er solch utopischen Wahngebilden nachstrebt, sondern weil er seine Zeit der Verbreitung einer Lehre widmete, die ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht.”

    Silvio Gesell (Vorwort zur 5. Auflage der NWO, 1921)

    Dass eine halbwegs zivilisierte Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt (und in “God´s own country” schon wieder einstellen musste), die “banalsten Selbstverständlichkeiten” bis heute nicht verstehen konnte, beruht auf einer künstlichen Programmierung des kollektiv Unbewussten, die vor Urzeiten erforderlich war, um den Kulturmenschen durch selektive geistige Blindheit an ein a priori fehlerhaftes Zwischentauschmittel mit parasitärer – der wesentlichen Tauschfunktion widersprechenden – Wertaufbewahrungsfunktion (Zinsgeld) anzupassen, damit das, was wir (noch) “moderne Zivilisation” nennen, überhaupt entstehen konnte, und die insbesondere das Begriffsvermögen derer trübt, die in “dieser Welt” (zivilisatorisches Mittelalter) eine “gesellschaftliche Position” erlangt haben:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

    Wer diese “Achterbahnfahrt fürs Gehirn” hinter sich hat, wird einsehen, dass der kurz bevorstehende, endgültige Zusammenbruch des seit Herbst 2008 nur noch durch höhere Staatsverschuldungen künstlich aufrecht erhaltenen, kapitalistischen Systems (globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon) die Voraussetzung dafür ist, dass der Glaube an dieses System verloren geht, die Religion überwunden und der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation, die Natürliche Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus = echte Soziale Marktwirtschaft), verwirklicht werden kann:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/der-bevorstehende-crash.html

    Kommentar von Stefan Wehmeier — 4. August 2011 @ 13:37

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Bayerische hat neue Fondsrente im Angebot

Die Bayerische erweitert ihr Angebot in der Altersvorsorge und startet die neue Basis-Rente Aktiv, eine Fondsrente mit variablen Anlagemöglichkeiten. Kunden können dabei zwischen drei Tarif-Angeboten wählen: Chance, Wachstum oder Sicherheit.

mehr ...

Immobilien

Wohnpreise entkoppeln sich von Einkommen

Die Immobilienpreise sind in urbanen und ländlichen Gebieten weiter gestiegen. In den Metropolen überholt das Preiswachstum inzwischen die Entwicklung der Einkommen. Der BVR stellt drei Forderungen an die Politik, um die Entwicklung zu verlangsamen.

mehr ...

Investmentfonds

Viel Rückenwind für Schwellenländer

Während die globale Konjunktur nur langsam vorankommt, lassen zahlreiche Schwellenländer die Industriestaaten hinter sich. Im Durchschnitt erwarten Karen Watkin und Morgan Harting, beide Multi-Asset Portfolio Manager bei AllianceBernstein, für die Schwellenländer 2017 ein Wachstum von 4,1 Prozent, für die Industrieländer hingegen nur knapp über zwei Prozent. Doch das ist nicht der einzige Faktor, der für Anlagen in den Emerging Markets (EM) spricht.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Prospekthaftung: BaFin gibt Entwarnung – ein wenig

Die BaFin hat gegenüber Cash. zu einem BGH-Urteil Stellung genommen, das einen von ihr geprüften Fondsprospekt mit deutlichen Worten kassiert hatte und damit auch Fragen zur Rechtssicherheit aktueller Emissionen aufwirft.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...