24. Februar 2011, 12:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Investoren, wagt Euch aus der Deckung”

Die Beyerle-Kolumne

Überall ist vom Aufschwung an den Immobilienmärkten die Rede, die Branche gibt sich optimistisch. Doch ist die Entwicklung nachhaltig? Eines steht fest: Um mehr Dynamik in den Markt zu bringen, müssen die Investoren mutiger werden.

Thomas-beyerle-top in Investoren, wagt Euch aus der Deckung

Das was zum Jahresbeginn an Botschaften, Hoffnungen und Prognosen auf die Vertreter der Immobilienwirtschaft traf, ist im wahrsten Sinne des Wortes gewaltig optimistisch. Man spürte in fast allen Statements förmlich die Erleichterung zwischen den Zeilen. Sollte sich dies bewahrheiten, so stehen uns – der klassischen Entwicklung folgend – wieder einige goldene Jahre bevor.

Doch stellen sich einige kritische Fragen: Worin liegt die aktuell beschworene „Recovery Story“ – nur in der konjunkturellen Erholung? Wie gehen wir mit dem noch immer wachsenden Leerstand um? Und überhaupt: Lähmen die hohen Eigenkapitalanforderungen von Finanzinstituten nicht geradezu den Aufbruch beim Development in diesem optimistischen Umfeld? Problematisch ist zudem eine gewisse Konzentration der Investoren auf ganz wenige Leuchtturmobjekte am sogenannten Premiummarkt.

Das konjunkturelle Großbild

Grundsätzlich stellt sich das wirtschaftliche Umfeld derzeit relativ positiv dar. Der Aufschwung hat in Deutschland im vierten Quartal angehalten. In Folge der Staatsschuldenkrise zeigt sich Deutschland konjunkturell äußerst dynamisch und kraftvoll. Allerdings ist dieses positive Bild nicht auf ganz Europa übertragbar: Während Deutschland und der europäische Norden von ihrer Exportstärke profitieren und sich dort eine Belebung der Binnennachfrage abzeichnet, drückt der staatliche Konsolidierungsbedarf in den PIIGS-Ländern auf die Wachstumsperspektiven.

Die Inflationsrate ist im Dezember in der Eurozone überraschend stark auf 2,2 Prozent gestiegen. Wenngleich die meisten Analysten für 2011 eine mäßige Inflationsrate von zwei Prozent erwarten, ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen ab Jahresmitte anhebt.

Angesichts der guten Konjunkturvorgaben hat sich der Stabilisierungsprozess auf den europäischen Mietmärkten für Büroflächen im letzten Quartal 2010 fortgesetzt. Über die wichtigsten 20 europäischen Standorte betrachtet entsprach das Flächenumsatzvolumen dem Durchschnittswert der vierten Quartale der letzten zehn Jahre. Vergleichsweise hoch fielen die Anmietungen insbesondere in London, Berlin, Budapest und Prag aus, während die spanischen Büromärkte dem europäischen Trend weiter hinterherhinkten.

Seite 2: Jahresendrallye bei Gewerbeimmobilien-Investments

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nachfolgeplanung: Die Hoffnung ruht zu Unrecht auf dem Mitbewerber

Ein Drittel der Maklerbetriebe ist im Hinblick auf die eigene Altersversorgung auf den Verkauf des Betriebes angewiesen. Dessen ungeachtet haben 48 Prozent der Befragten noch keine Nachfolgeregelung geplant oder getroffen. Dies ist zentrales Ergebnis einer Studie zum Thema Unternehmensnachfolge in Maklerbetrieben, die die Versicherungsforen Leipzig gemeinsam mit den Maklerforen Leipzig und der Berufsakademie Dresden durchgeführt haben.

mehr ...

Immobilien

Warum der Mietendeckel Mietern nicht hilft

Der Berliner Senat will den sogenannten Mietendeckel einführen, die Bestandsmieten also für fünf Jahre einfrieren. Es soll eine Antwort auf die kräftigen Mietpreissteigerungen der vergangenen Jahre sein, die vielen Berlinern zu schaffen machen – 84 % der Berliner Haushalte leben zur Miete. Ein Kommentar von Nedeljko Prodanovic, Geschäftsführer Stonehedge, zum Mietdeckel

mehr ...

Investmentfonds

Neuer Kalter Krieg wird Märkte langfristig in Schach halten

Es ist zwar schwer vorherzusagen, wie sich US-Präsident Trump auf dem G20-Gipfel letztendlich verhalten wird. Unterm Strich gehen wir jedoch davon aus, dass die Verhandlungen um den Zollkonflikt eher positiv verlaufen werden und die Kommunikation zwischen den Präsidenten Trump und Xi einen freundlichen Tonfall haben wird.Denn beide brauchen ein günstiges Ergebnis, welches dies ist, erläutert Jean-Marie Mercadal, CIO beim französischen Asset Manager OFI in seinem Kommentar.

mehr ...

Berater

Bezahlverhalten: Jugendliche vertrauen auf Bargeld und wünschen sich finanzielle Bildung

Junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren nutzen zunehmend häufiger Banking-Apps über ihr Smartphone und sind der Überzeugung, dass sich digitale Bezahlmethoden wie Mobile Payment oder Kryptowährungen in Zukunft durchsetzen werden. Dennoch sind Barzahlungen bei jungen Menschen weiterhin sehr verbreitet.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Sehr positive Resonanz der Gläubiger auf den Vergleichsvorschlag der Insolvenzverwalter

Die Gläubiger in den Insolvenzverfahren der deutschen P&R Gesellschaften haben sehr positiv auf den Vergleichsvorschlag der Insolvenzverwalter reagiert. Bislang haben schon über 95 Prozent der Gläubiger bzw. deren anwaltliche Vertreter ihre Zustimmung zum Vergleich über die Forderungsfeststellung erklärt. Insgesamt wurden in den vier Insolvenzverfahren über 80.000 Schreiben an rund 54.000 Gläubiger verschickt.

mehr ...

Recht

Versicherungspolicen: Wo es Steuern zurückgibt

In diesem Jahr verlängert sich erstmalig die Frist zur Abgabe der Steuererklärung auf den 31. Juli. Besonders Steuererklärungs-Muffel wird die zwei-monatige Fristverlängerung freuen. Dabei kann man mit den richtigen Tipps und Kniffen durchaus eine ganze Menge der gezahlten Steuern wiederbekommen. Dies gilt auch für die abgeschlossenen Versicherungspolicen.

mehr ...