Anzeige
15. September 2011, 10:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ost-Wohnungsmärkte: steigende Mieten trotz wachsender Fertigstellungszahlen

Während sich die Mieten in den Top-Standorten Westdeutschlands entsprechend Angebot und Nachfrage entwickelt haben, gilt dies nicht für die Top-Städte im Osten. Laut Patrizia-Wohninvestment-Kompass steigen dort die Mieten trotz wachsender Fertigstellungszahlen.

Dresden-127x150 in Ost-Wohnungsmärkte: steigende Mieten trotz wachsender Fertigstellungszahlen

Dresden

Die aktuelle Untersuchung hat die durchschnittlichen Fertigstellungszahlen der vergangenen fünf Jahre mit den durchschnittlichen Mietsteigerungen desselben Zeitraums verglichen. Das Ergebnis: “Glaubt man den Grundsätzen der Marktwirtschaft, so steigt der Preis bei steigender Nachfrage und gleichbleibendem Angebot. Schaut man sich die Mietwohnungsmärkte der Top-6-Standorte in den alten Bundesländern an, so funktioniert die Marktwirtschaft in beschriebener Weise”, so Dr. Marcus Cieleback, Leiter Research der Patrizia Immobilien AG. Egal ob nun Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg Köln, München oder Stuttgart – alle Top-6- Standorte zeichneten sich laut Cieleback durch Zuzug und kontinuierliches Bevölkerungswachstum aus. Die Analyse zeige, dass die durchschnittlichen Mietsteigerungen hier umso höher ausgefallen sind, je niedriger die durchschnittlichen Fertigstellungszahlen waren.

Untersuche man nun die ostdeutschen Top-6-Standorte Dresden, Erfurt, Jena, Leipzig, Potsdam, Weimar, die sich hinsichtlich Bevölkerungswachstum und Mietdynamik in gleicher Weise wie die westdeutschen Top- 6-Standorte entwickeln – wenn auch auf niedrigerem Niveau – so zeige sich nach Aussagen von Cieleback, dass hier hohe Fertigstellungszahlen mit hohen Mietsteigerungen korrespondieren.

Die Konsequenz sieht das Patrizia-Research darin, dass während in Westdeutschland eine normale Marktreaktion erfolgt und ein relativ höheres Angebot tendenziell zu einer vergleichsweise niedrigeren Mietsteigerung führe, in Ostdeutschland der Marktmechanismus scheinbar außer Kraft gesetzt werde.

Dies erscheine laut Cieleback auf den ersten Blick zwar verwunderlich – hat es doch in Ostdeutschland Anfang der 1990er Jahre einen Bauboom gegeben, wodurch bereits eine deutliche quantitative und qualitative Verbesserung des Wohnungsbestands erfolgte. “Die damalige Bautätigkeit fokussierte sich auf den Eigentumswohnungsmarkt, nicht auf den Mietwohnungsbau im qualitativ höherwertigen Segment in Innenstadtlagen. Doch gerade dieses hochwertige Segment wird jetzt in den Wirtschaftszentren Ostdeutschlands von kaufkräftigen Haushalten mit gutem Einkommen nachgefragt. Folglich gibt es dort im Markt für hochwertige Mietwohnungen, trotz einer wieder anziehenden Bautätigkeit, aktuell immer noch ein Missverhältnis zwischen Nachfrage und Angebot, so dass die Mieten trotz steigender Fertigungszahlen steigen”, erläutert der Research-Leiter. (te)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. […] Im Ost der Republik steigen die Mieten, zumindest in den Top-Standorten Dresden, Erfurt, Jena, Leipzig, Potsdam und Weimar. Die Gründe hierfür liegen in der Vergangenheit. Weiterlesen… […]

    Pingback von Ost-Immobilien | Aktuelles und Informationen — 8. März 2013 @ 09:06

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Urteil: Versicherer dürfen sich Vergleichsportalen nicht entziehen

Versicherer dürfen sich dem Kfz-Versicherungsvergleich von Check24 nicht entziehen. Das urteilte jetzt das Landgericht Köln (Aktenzeichen 31 O 376/17) und wies dahingehend die Klage der Huk-Coburg gegen das Münchner Vergleichsportal zurück.

mehr ...

Immobilien

Ab auf die Insel: Privatinsel in Irland steht zum Verkauf

Wer schon immer von einer eigenen Insel geträumt hat, könnte sich diesen Traum in Irland erfüllen – das nötige Kapital vorausgesetzt. Die Privatinsel “Horse Island” steht zum Verkauf, mitsamt einem gerämigen Anwesen. Sogar ein Hubschrauberlandeplatz steht zur Verfügung.

mehr ...

Investmentfonds

Was Bella Italia noch retten kann

Italien ist praktisch pleite und braucht eine europäische Lösung. Eine italienische und damit finale Euro-Krise ist aller Voraussicht nach nicht das, was Brüssel will. Die Halver-Kolumne 

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...