12. Oktober 2011, 10:37
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Umkehrhypotheken: Liquide im Alter

Umkehrhypotheken und Leibrenten auf Immobilienbasis haben hierzulande beachtliches Marktpotenzial. Das zeigt eine erste Fallstudie zum Nachfrageverhalten auf dem Markt. Doch wie wird aus einer Wohnimmobilie ein zusätzliches Renteneinkommen generiert?

Andreas-Maier-ICME-Teaser in Umkehrhypotheken: Liquide im Alter

Gastbeitrag: Dr. Andreas Maier, I.C.M.E. Management Consultants

Literatur- und Marktrecherchen deuten auf ein beachtliches Potenzial für Umkehrhypotheken und Leibrenten auf Immobilienbasis in Deutschland hin. So zeigen Umfragen des Instituts für Demoskopie Allensbach, dass jeder dritte Senior mit Wohneigentum unter finanziellen Engpässen leidet und dieser Anteil zukünftig weiter ansteigen wird. Ausschlaggebend hierfür sind der demografisch bedingte Rückgang der gesetzlichen Rente und die sich ergebende Notwendigkeit der zusätzlichen privaten Altersvorsorge.

Im Jahre 2007 wird in einer ersten Potenzialanalyse für Deutschland der Markt auf über 800.000 Haushalte geschätzt. Diese beschränkt sich auf Wohneigentümer im Rentenalter mit einem unterdurchschnittlichen Einkommen. Auch die Tatsache, dass hierzulande etwa die Hälfte der knapp 6,5 Millionen Rentnerhaushalte über Wohneigentum verfügt, wovon jeder Achte kinderlos ist, spricht für enormes Marktpotenzial.

Über ein Zusatzeinkommen aus der Liquidierung des Immobilienkapitals kann die finanzielle Situation dieser Senioren verbessert und Kinderlosen eine Option zu ungewollten Erbschaften ermöglicht werden.

Soll ein Umzug vermieden werden, existieren zwei Modelle, die es ermöglichen, aus der Wohnimmobilie ein Renteneinkommen zu generieren: Umkehrhypotheken und Leibrenten. Laut Angaben von Sparkassen und Banken besteht in Deutschland eine rege Nachfrage nach diesen Finanzprodukten. Doch wie funktioniert das System eigentlich?

Bei einer Umkehrhypothek wird die Immobilie mit einem Kredit belastet, der entweder als gleichbleibender, periodisch wiederkehrender Betrag (Annuität), als Einmalzahlung oder flexibel als Kreditlinie an den Rentnerhaushalt ausgezahlt wird. Das Eigentum an der Immobilie verbleibt beim Ruheständler.

Seite 2: Wie Leibrenten auf Immobilienbasis funktionieren

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