19. Juli 2011, 11:14
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Wohnungsneubau bleibt auf Wachstumspfad

Die positive Entwicklung der realen Bauinvestitionen im Jahr 2010 hat sich im laufenden Jahr fortgesetzt. Sie wuchsen in den ersten drei Monaten 2011 gegenüber dem Vorjahresquartal um 12,6 Prozent. Das zeigt der von der KfW-Bankengruppe regelmäßig für die “Wirtschaftswoche” berechnete “KfW-Indikator Eigenheimbau” (KIEB).

Umbau-abschluss-richtfest-127x150 in Wohnungsneubau bleibt auf  WachstumspfadPositive Impulse gaben laut KfW hierbei sowohl der Wohnungs- als auch der Nichtwohnungsbau. So stiegen die Wohnungsbauinvestitionen, die mehr als die Hälfte der Bauinvestitionen ausmachen, einschließlich investiver Maßnahmen in Bestandsgebäude, im ersten Vierteljahr 2011 preisbereinigt um 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum an. Der Nichtwohnungsbau (Investitionen in öffentliche und gewerbliche Bauten) verzeichnete demnach mit 14,2 Prozent sogar einen noch größeren Zuwachs.

Der KIEB zeigt für den aktuellen Rand eine leichte Eintrübung bei weiterhin positiver Entwicklungstendenz. So planten im Mai 2011 saisonbereinigt 34,9 Prozent der im Rahmen des KfW-Wohneigentumsprogramms geförderten Kreditnehmer einen Neubau oder den Erwerb eines neu gebauten Eigenheims. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet dies zwar einen Rückgang in Höhe von 2,3 Prozentpunkten. Dennoch liegt dieser Wert mit 1,2 Prozentpunkten über dem Wert vom Mai 2010, was nach KfW-Interpretation auf eine weiterhin tendenziell positive Entwicklung im laufenden Jahr hindeutet.

Dazu der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Norbert Irsch: “Trotz der leichten Eintrübung des KfW-Indikators Eigenheimbau am aktuellen Rand gehen wir, auch vor dem Hintergrund der Zuwächse bei den amtlichen Frühindikatoren, von weiterhin positiven Entwicklungstendenzen bei den Wohnungsneubauaktivitäten im laufenden Jahr aus. Diese Entwicklung darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das derzeitige Niveau des hiesigen Wohnungsneubaus langfristig nicht ausreicht, um den auch zukünftig noch weiter steigenden Wohnungsbedarf, insbesondere an alters- und energieeffizientem Wohnraum, zu befriedigen.” (te)

Foto: Shutterstock

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