15. März 2012, 13:19
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EPX-Index: Preise für Eigentumswohnungen schnellen in die Höhe

Im Februar 2012 hat sich die starke Nachfrage nach Immobilien nach den Ergebnissen des Europace Hauspreis-Index (EPX) fortgesetzt. Vor allem die Preise für Eigentumswohnungen gingen rasant nach oben.

Haeuser-wachsen-shutt 13695373-127x150 in EPX-Index: Preise für Eigentumswohnungen schnellen in die HöheWährend sich die Preiskurve für Eigentumswohnungen steil nach oben richte, habe sich die Wertentwicklung von neuen Ein- und Zweifamilienhäusern stabilisiert. Die Preise von Häusern aus dem Bestand gingen sogar leicht zurück. Das geht aus den Ergebnissen des Hypoport-Hauspreisindex (HPX) hervor, den das Unternehmen ab sofort unter dem Namen Europace-Hauspreis-Index (EPX) veröffentlicht, da die Datengrundlage aus der Transaktionsplattform Europace stammt.

Der Gesamtindex für deutsche Wohnimmobilien legte um 0,49 Prozent zu und erreichte im Februar mit 105,62 Punkten einen neuen Höchstwert. Eigentumswohnungen verzeichneten einen starken Preisanstieg von 1,95 Prozent und erreichten mit 108,88 Punkten ebenfalls eine neue Höchstmarke. Auf Dreimonatssicht wuchs der Apartments-Index um 4,29 Prozent, auf Jahressicht sogar um 8,74 Prozent (Februar 2011: 100,13 Punkte). Damit ist die Verteuerung von Eigentumswohnungen laut Hypoport innerhalb eines Jahres doppelt so hoch wie die von neuen Ein- und Zweifamilienhäusern (4,01 Prozent) und etwa viermal so hoch wie die Preissteigerung von bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern (2,32 Prozent). Die starke Nachfrage werde durch Inflationsängste angesichts der europäischen Schuldenkrise und durch das niedrige Zinsniveau getrieben.

Bei neuen Ein- und Zweifamilienhäusern ging der Indexwert im Februar minimal um 0,12 Prozent zurück, verharre jedoch mit 112,78 Punkten auf dem zweithöchsten Wert seit Erhebungsbeginn. Der Indexwert von Häusern aus dem Bestand sei im Februar wie im Vormonat abermals gesunken. Der Abwärtstrend sei mit einem Minus von 0,42 Prozent auf 95,19 Punkte im Vergleich zum Januar (minus 1,15 Prozent) jedoch abgemildert.

Im Vergleich zur Situation vor einem Jahr haben alle Teilbereiche nach Angaben von Hypoport deutlich an Wert zugenommen. Die Preissteigerung von Eigentumswohnungen sei mit einem Plus von 8,74 Prozent auf Jahressicht sehr groß. Die Preisentwicklung über den gesamten Immobilienmarkt Deutschland sei zwar noch immer sehr solide, in einigen Teilmärkten ist jedoch aktuell von einer leichten Blasenbildung auszugehen, so das Unternehmen. Die Preise würden schneller steigen als die Mieten, wann letztere nachziehen, sei unklar.

Die große Nachfrage konzentriert sich laut Hypoport derzeit auf Ballungsräume und wird sowohl von Kapitalanlegern als auch Privatpersonen getrieben. Für die Folgemonate sei bei Eigentumswohnungen von einer weiterhin hohen Nachfrage auszugehen. Bei neuen Ein- und Zweifamilienhäusern würden die Preise voraussichtlich auf hohem Niveau relativ konstant bleiben. Bei den Bestandswohnimmobilien sei im nächsten Monat ein leichter Anstieg der Preise zu erwarten. (bk)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Bei den Historisch niedrigen Zinsen und der Verunsicherung an den Kapitalmärkten ist die Entwicklung doch völlig logisch und nachvollziehbar.

    Kommentar von Jan Lanc — 19. März 2012 @ 11:58

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