Anzeige
Anzeige
10. April 2012, 13:17
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Offene Immobilienfonds schütteten 3,5 Prozent aus

Gut ein Drittel der offenen Immobilienfonds kämpfen derzeit mit existenziellen Problemen. Das Analysehaus Scope hat die Ausschüttungen jener Fonds für 2011 untersucht, die weder abgewickelt noch geschlossen werden. Das Ergebnis kann sich mit knapp 3,5 Prozent sehen lassen.

Offene Immobilienfonds schütten 3,5 Prozent ausDie elf Fonds, die sich hauptsächlich an Privatanleger richten, stehen für ein Fondsvolumen von rund 50 Milliarden Euro oder rund 60 Prozent der Branche. Das Ergebnis der Scope-Untersuchung: Im Verhältnis zum Fondsvermögen schütteten die Fonds 3,47 Prozent aus. Insgesamt flossen 1,7 Milliarden Euro wieder an die Anleger zurück. Die Fonds der vier großen Kapitalanlagegesellschaften Commerz Real, Deka Immobilien, Rreef und Union Investment schütteten demnach zum Teil dreistellige Millionenbeträge aus.

Die höchste Gesamtausschüttung – in absoluten Zahlen – leistete der Hausinvest von Commerz Real mit rund 421 Millionen Euro. Auf Platz zwei kommt der Deka-ImmobilienEuropa mit 336 Millionen Euro, gefolgt vom Uniimmo Europa mit 270 Millionen Euro. Diese Fonds stellen die größten Produkte der Branche dar. Von den insgesamt ausgeschütteten 1,7 Milliarden Euro waren rund 930 Millionen Euro, das entspricht etwa 54 Prozent, steuerfrei.

Die Ausschüttungen dürften, so Scope, allerdings nicht mit der vom BVI ausgewiesenen Rendite verwechselt werden. Ein Fonds könne Ausschüttungen auch leisten, wenn er eine negative Rendite ausweist. Dies kann beispielsweise bei Abwertungen auf den Objektbestand der Fall sein. Entscheidend für die Ausschüttung seien insbesondere die tatsächlich erwirtschafteten Cash-Flows. Die Kapitalanlagegesellschaften versuchten in der Regel die Ausschüttungen über die Jahre konstant zu halten, da die Mehrheit der Anleger gleichbleibende Zahlungen wünsche. Die Gesellschaften hätten die Möglichkeit, Schwankungen bei den Ausschüttungen durch die Bildung von Vorträgen über den Zeitverlauf zu glätten.

Offene Immobilienfonds mit den höchsten Ausschüttungen im Verhältnis zum Fondsvolumen zum Geschäftsjahresende laut Scope:

Ausschüttung (letztes abgeschlossenes Geschäftsjahr im Verhältnis zum Fondsvolumen)

Hausinvest: 4,09 Prozent

Deka Immobilien Global: 3,90 Prozent

Uniimmo Deutschland:  3,75 Prozent

Uniimmo Europa 3,64 Prozent

Grundbesitz Europa 3,43 Prozent

Zum Vergleich: BVI Rendite (letztes abgeschlossenes Geschäftsjahr, Einjahresperformance)

Hausinvest:  3,2 Prozent

Deka Immobilien Global: 2,5 Prozent

Uniimmo Deutschland 3,3 Prozent

Uniimmo Europa 2,6 Prozent

Grundbesitz Europa 3,3 Prozent (te)

Foto: Shutterstock

Weitere News zum Thema offene Immobilienfonds

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Thomas Bischof neu im Vorstand der Württembergischen

Thomas Bischof, derzeit Leiter Konzernentwicklung bei Munich Re, übernimmt mit Wirkung zum 1. Juli die Verantwortung bei den Versicherungstochtergesellschaften der Wüstenrot & Württembergischen. Zudem ist nach Angaben des Unternehmens beabsichtigt, dass er im Laufe des Jahres 2018 zu deren Vorstandschef berufen und als Geschäftsfeldleiter Versicherungen ins Management Board der W&W-Gruppe einziehen wird.

mehr ...

Immobilien

Offener Immobilienfonds Hausinvest erwirbt Seattle-Zentrale von Facebook

Die Commerz Real hat den Büroneubau Dexter Station in Seattle im US-Bundesstaat Washington für ihren offenen Immobilienfonds Hausinvest erworben. Das Objekt ist mit einem Vertrag über zehn Jahre an Facebook vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Fed betritt mit Geldpolitik unbekanntes Terrain

Nach Jahren der lockeren Geldpolitik steht ein Epochenwechsel ins Haus. In den USA dürfte die Notenbank Fed in diesem Jahr mit der Verringerung ihrer Bilanzsumme beginnen und damit terra incognita betreten. Die Folgen für die Leitzinsentwicklung

mehr ...

Berater

Schenkungsvertrag: Rückforderungsrecht als Reißleine

Geschenktes darf man nicht zurückverlangen? Das sieht der Gesetzgeber bei Schenkungsverträgen im Rahmen einer Unternehmensnachfolge anders. Mit einer pfiffigen Vertragsgestaltung kann der Unternehmer jederzeit die “Reißleine” ziehen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Nachteile durch komplizierte Bauverträge

Richtet sich ein Bauvertrag nicht allein nach dem BGB sondern enthält zusätzlich Klauseln des VOB/B, wird er für Laien schnell unverständlich. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 rät Bauherren zur Vorsicht.

mehr ...