26. April 2012, 14:23
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SEB Immoinvest: Anleger sollen über Zukunft entscheiden

Mit Spannung wurde die Entscheidung erwartet, ob der seit fast zwei Jahren eingefrorene offene Immobilienfonds SEB Immoinvest im Mai wieder öffnet. Nun hat sich SEB Asset Management entschlossen, die Anleger über die Zukunft des Fonds entscheiden zu lassen.

Topteaser-kugeln-shutt 49039009 in SEB Immoinvest: Anleger sollen über Zukunft entscheidenZu diesem Zweck will die Gesellschaft den rund 6,3 Milliarden Euro schweren Fonds am 7. Mai 2012 für die Dauer eines Handelstages öffnen und für den Fall, dass alle Anteilsrückgabebegehren bedient werden konnten, im Anschluss auf das neue Anlegerschutzgesetz umstellen. Dieses Vorgehen sei mit der Finanzaufsicht BaFin abgestimmt.

Das Fondsmanagement betont, oberster Grundsatz im Zuge der verfolgten Wiedereröffnungsstrategie sei die Gleichbehandlung aller Anleger. Entsprechend würden alle Verkaufsorders vom heutigen Tage an bis zum 7. Mai gesammelt und an diesem Tage entweder alle ausgeführt oder keine. Das Management des SEB Immoinvest sei sich der Reichweite der Entscheidung, vor die die Anleger gestellt sind, bewusst.

„Umso eindringlicher bitten wir unsere Anleger, die Alternativen abzuwägen und sich durch einen Verbleib im Fonds zu seiner Zukunft zu bekennen, die an die 23-jährige Erfolgsgeschichte sehr wohl anknüpfen kann. Die einzige Chance eine Auflösung des Fonds mit all ihren Konsequenzen zu vermeiden besteht darin, vom Angebot, den Fonds zu verlassen, mehrheitlich keinen Gebrauch zu machen“, sagt Barbara Knoflach, Vorstandsvorsitzende der SEB Asset Management AG.

Durch Immobilienverkäufe sei es gelungen, eine respektable Bruttoliquidität in Höhe von mehr als 30 Prozent des Fondsvolumens aufzubauen. Das Management hatte 17 Objekte verkauft und in der Summe rund eine Milliarde Euro erlöst. Die Qualität des Portfolios habe sich in diesem Zusammenhang nicht verändert, so SEB Asset Management. Um eine Gleichbehandlung aller Anleger zu gewährleisten, werde der Anteilswert im Zuge von Wertanpassungen im Vorfeld der Öffnung um rund fünf Prozent gesenkt.

Im Fall einer erfolgreichen Wiedereröffnung soll der Fonds am Ende des Handelstages 7. Mai frühzeitig auf das Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz (AnsFuG) umgestellt werden. Damit würden auch die Intervalle möglicher Anteilsrückgaben verändert. Konnten die Anleger über ihre Anteile bisher täglich verfügen, ist es ihnen dann bis auf Weiteres nur noch jährlich möglich.

„Wir bitten unsere Anleger, diese Maßnahme nicht als Bevormundung oder Einschränkung ihrer Dispositionsmöglichkeiten zu verstehen, sondern als Chance, die den Weg in die Zukunft dieser Anlageform weist und den langfristigen Charakter der Kapitalanlage in Immobilien unterstreicht,“ sagt Knoflach. Diese Umstellung verschaffe in der augenblicklichen Situation jene Handlungsspielräume, die zu einer erfolgreichen Weiterführung des Fonds im Sinne seiner Anleger benötigt werden. (bk)

Foto: Shutterstock

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