20. April 2012, 08:26
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Wohnungsmarkt München: Kaufpreise steigen um fast 20 Prozent

München boomt. In Top-Lagen wie der Altstadt, dem Lehel, der Isarvorstadt oder der Maxvorstadt kostet der Quadratmeter mittlerweile bis zu 7.500 Euro. Im Schnitt haben die Preise im ersten Quartal um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr angezogen, so der Marktbericht des Portals Immowelt.

Wohnungsmarkt München: Kaufpreise steigen um fast 20 ProzentDer durchschnittliche Quadratmeterpreis im ersten Quartal 2012 betrug demnach 4.369 Euro. Das Niveau liegt damit rund 2.600 Euro über dem von Immowelt.de recherchierten bundesdeutschen Schnitt von 1.741 Euro (plus sechs Prozent). Kaufpreise unter 3.500 Euro finde man laut dem Portal in der Bayernmetropole nur noch in den Stadtteilen Feldmoching-Hasenbergl, Aubing-Lochhausen-Langwied oder Laim.

Einhergehend mit dem Zuzug einer überdurchschnittlich zahlungskräftigen Klientel sei der hohe und rasche Preisanstieg in Wohnlagen, die bereits zu den teuersten der Stadt gehören. Bis zu 30 Prozent habe etwa der durchschnittliche Kaufpreis pro Quadratmeter in Schwabing-Freimann, Schwabing-West, Au-Haidhausen oder Bogenhausen im Vergleich zum Vorjahr angezogen, so die Analyse.

Auch bei den Mieten drehe sich die Preisspirale weiter nach oben. 13,30 Euro Nettokaltmiete zahlten die Münchener laut Immowelt.de inzwischen im Schnitt pro Quadratmeter, sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Im bundesdeutschen Durchschnitt lägen die Mieten mit 6,30 Euro (plus zwei Prozent) bei nicht einmal der Hälfte des Münchener Preises. Die Spanne variiere von 17,80 Euro in der Altstadt-Lehel bis zu 11,20 Euro in den Randbezirken. Eine der letzten Oasen im überteuerten Stadtkern sei Sendling. In dem ehemaligen Industrieviertel um die Großmarkthalle sind laut dem Portal trotz Zentrumsnähe noch Wohnungen für 12,50 Euro pro Quadratmeter zu haben. Wer es günstiger haben möchte, werde in Moosach, Westpark oder Laim fündig. Die erschwinglichsten Mieten gebe es im Nordwesten der Stadt, in Aubing-Lochhausen-Langwied (11,20 Euro) und in Feldmoching-Hasenbergl (11,40 Euro).

Entsprechend dränge die breite Menge der Mieter und Käufer an den bezahlbaren Rand der Stadt – und sorge gerade dadurch in diesen Stadtteilen für steigende Preise. Fast durchgängig stiegen im äußeren Gürtel Münchens im vergangenen Jahr die Mieten zwischen fünf und zehn Prozent. Manch teure Wohnlage im Zentrum und im Nordosten der Stadt sei dagegen vom Mietniveau her stabil geblieben, so die Analyse des Portals.

Der Eigentumsmarkt zeige ein ähnliches Phänomen: Zwar werden auch hier in den Top-Lagen die Wohnungen weiterhin teurer, der größte Preisanstieg sei aber am Südrand der Stadt zu verzeichnen. In dem mittelschichtig geprägten Fürstenried-Solln (plus 36 Prozent) und Obergiesing (plus 33 Prozent) finden Käufer nach Immowelt.de-Zahlen noch Objekte für unter 4.500 Euro pro Quadratmeter. (te)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. geld anlegen in münchen ist schwer geworden: man findet kaum die richtige immobilie. entweder lage schlecht, preis zu hoch oder zustand mangelhaft. hier die alternative: hoher steuervorteil, bestlage und an qualität kaum zu überbieten:
    http://www.facebook.com/aggregare

    Kommentar von modl — 24. August 2012 @ 05:19

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