Anzeige
8. November 2013, 15:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BGH-Urteil: Mieter müssen Wände beim Auszug hell hinterlassen

Während der Laufzeit eines Mietvertrags dürfen Mieter die Wände einer Wohnung nach ihrem Geschmack gestalten. Nach einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshof müssen sie diese beim Auszug jedoch in hellen, neutralen Farben übergeben.

Mietrecht

Ob Mieter im Falle eines Auszugs zu Schönheitsreparaturen verpflichtet sind, ist seit Jahren ein Streitthema. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat nun in einem aktuellen Fall ein Urteil gefällt (Az. VIII ZR 416/12). Demnach sind Mieter verpflichtet, die Wände ihrer Wohnung in hellen Farben zu hinterlassen.

In dem vorliegenden Fall hatten die Mieter einer Doppelhaushälfte einzelne Wände in kräftigen Farben gestrichen und das Objekt in diesem Zustand übergeben. Ursprünglich hatten sie das Haus frisch renoviert und weiß gestrichen vom Vermieter übernommen.

Der Vermieter ließ die Wände wieder weiß streichen und stellte den ehemaligen Mietern die Malerkosten in Höhe von rund 3.600 Euro in Rechnung. Einen Teil verrechnete er mit der Kaution, den Restbetrag klagte er ein. Der BGH urteilte, dass die Mieter für die Kosten aufkommen müssen.

Bunte Wände nicht akzeptabel

Nach Aussage der Richter dürfen Mieter während der Vertragslaufzeit die Farbe der Wände zwar selbst bestimmen, müssen sie bei Rückgabe der Wohnung aber in einer Farbe hinterlassen „die für möglichst viele Mietinteressenten akzeptabel ist“. Da kräftige Farben von einem Großteil der Mietinteressenten nicht akzeptiert würden, stelle es einen Schaden dar, dass der Vermieter die bunten Wände beseitigen muss. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Spahn kündigt weitere Anhebung der Pflegeversicherungsbeiträge an

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine weitere Anhebung der Beiträge zur Pflegeversicherung angekündigt. “Ich kann ihnen jetzt schon sagen: Wir werden in den nächsten Jahren die Beiträge nochmals erhöhen müssen”, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung “Maischberger”.

mehr ...

Immobilien

Umbauten am Haus: Anpassung der Police nicht vergessen

Wer am eigenen Heim Umbauten vornimmt, sollte an die Konsequenzen für die Wohngebäudeversicherung denken. Ansonsten könnte es im Schadensfall böse Überraschungen geben. Die Gothaer gibt Tipps, worauf Immobilieneigentümer achten sollten.

mehr ...

Investmentfonds

Die Inflation ist nicht auf Dauer besiegt

Vor der EZB-Sitzung am Donnerstag fragt sich Darren Williams von Alliance Bernstein, ob Europa die Inflationswende bevorsteht. Aus seiner Sicht gibt es einige Argumente, die dafür sprechen. Es sei gefährlich zu glauben, dass die Inflation besiegt ist. Gastbeitrag von Darren Williams, Alliance Bernstein

mehr ...

Berater

Qualitypool bietet zwei neue Apps an

Der Maklerpool Qualitypool startet kostenlose Apps für seine Vertriebspartner und deren Endkunden. Die App “hQ – Das Partnercockpit” soll Vertriebspartner mit neuen Features unterstützen, Kunden erhalten die dazugehörige App “FinUp”, um ihre bestehenden Verträge und passende Angebote jederzeit einsehen zu können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia gibt weiteren Publikumsfonds in den Vertrieb

Die Patrizia GrundInvest hat den Vertrieb ihres siebten Publikumsfonds gestartet. Er investiert in einer deutschen Tourismusregion. Zudem kündigt das Unternehmen vier weitere alternative Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger noch für dieses Jahr an.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...